Die Bühne Bildungsmedien auf der didacta – die Bildungsmesse in Köln richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten, Referendar/-innen und alle an Bildung Interessierten. Sie bietet an allen Messetagen Vorträge und Fachgespräche zu unterrichtspraktischen und schulpolitischen Themen rund um Bildungsmedien, Bildungsmedienverlage und -anbieter.
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10. bis 14. März 2026
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Halle 7, Stand C038
Von Leseförderung bis Basiskompetenzen Mathematik, von Digitalstrategie NRW bis Schummeln mit KI, von Jugend debattiert bis Demokratiebildung: Sie finden die Bühne Bildungsmedien vom 10. bis 14. März 2026 auf der didacta – die Bildungsmesse in Köln in Halle 7, Stand C038.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen der Bühne Bildungsmedien ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
10. März 2026
Dienstag, 10. März 2026, 10.00 bis 10.45 Uhr
Seit Jahren verschlechtern sich die Leistungen deutscher Schüler:innen, wie die PISA-Studie zeigt. Journalist und Lehrer Alexander Brand besucht die Schulen der Bildungsweltmeister Finnland, Estland, Japan und Singapur und fragt: Was machen diese Länder anders? Brand zeigt, wie Motivation und Lernerfolg auch bei schweren Stoffen und weniger leistungsstarken Kindern gelingen. Er erzählt, wie wichtig Wertevermittlung ist und warum er in Japan den Direktor beim Müllsammeln trifft. Und er staunt, wie vielfältig Bildung in anderen Kulturen ist. Alexander Brand zeigt in seinem Vortrag:
- was unsere Schulen vom Erfolg der PISA-Sieger lernen können
- Wege zu mehr Gerechtigkeit und Zukunftskompetenzen im Bildungssystem
- die wichtigsten Faktoren für gutes Lernen und was sich bei uns ändern muss
Alexander Brand, Bildungsjournalist und Lehrer in Hamburg. Schon während seiner eigenen Ausbildung lernte er andere Schulsysteme kennen, ging zur Highschool in den USA, studierte in Großbritannien. alexanderbrand.de
Dienstag, 10. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) an Schulen steht im Spannungsfeld zwischen hohen Erwartungen und den alltäglichen Herausforderungen des Schulalltags. Schulleitungen und Lehrer*innen sind dabei besonders gefordert, eine Balance zwischen innovativen Technologien und den realen Bedürfnissen ihrer Schulen zu finden. Dieser Vortrag beleuchtet die praktischen Einsatzmöglichkeiten von KI, thematisiert die Risiken und zeigt, wie durch strategische und nachhaltige Implementierung sowohl Lehrkräfte als auch Schüler*innen unterstützt werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie die Schulleitung den Übergang vom Hype zu einer praktikablen Transition für die Schulgemeinschaft gestalten kann.
Dr. Thomas Strasser, Hochschulprofessor für Fremdsprachendidaktik und technologieunterstütztes Lehren & Lernen an der Pädagogischen Hochschule Wien
Dienstag, 10. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Künstliche Intelligenz verändert die Bildungsbranche grundlegend und eröffnet neue Möglichkeiten für personalisiertes Lernen und effiziente Unterrichtsgestaltung. Doch wie sieht die Realität hinter den Kulissen aus? In diesem Vortrag beleuchten wir die Entwicklung und Implementierung von KI-gestützten Bildungsprodukten: Welche Herausforderungen gibt es bei der Integration in Schulen und Verlagen? Wie können die Bedürfnisse von Lehrkräften und Schüler*innen optimal berücksichtigt werden? Und welche ethischen und praktischen Fragen müssen wir lösen, um KI sinnvoll einzusetzen? Als Experten der Branche teilen wir unsere Erfahrungen und zeigen, wie innovative KI-Lösungen die Zukunft der Bildung gestalten können – praxisnah, transparent und zukunftsorientiert.
Andrija Vuksanovic, Founder & CEO, Titanom Solutions GmbH
Dienstag, 10. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
In Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Jahren wichtige schulpolitische Weichen gestellt: multiprofessionelle Teams wurden gestärkt, der Ganztag neu geregelt, gezielt in Bildungsgerechtigkeit und bessere Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen investiert. Wie erfolgreich waren diese Maßnahmen? Und was fehlt auf der politischen Agenda? Was sind 2026 die wichtigsten Fragen im Bildungsland NRW – und welche Antworten haben die größten drei Parteien?
- Dilek Engin, Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW
- Claudia Schlottmann, Bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag NRW
- Lena Zingsheim-Zobel, Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW
Moderation: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum
Dienstag, 10. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Bildungsmedien stehen im Spannungsfeld zwischen Tradition, Digitalisierung und KI. Sind sie heute unverzichtbar oder überholt? Im Gespräch mit Maximilian Schulyok vom Ernst Klett Verlag geht es um die zentrale Rolle von Bildungsmedien für guten Unterricht: Wie sie Lernfortschritt ermöglichen, Orientierung geben, Verantwortung übernehmen und Schulen als verlässliche Partner unterstützen. Ein inspirierender Austausch für alle, die Unterricht wirksam gestalten wollen.
Maximilian Schulyok, Geschäftsführer Ernst Klett Verlag GmbH
Moderation: Katja Irle, Bildungsjournalistin
Dienstag, 10. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Das Panel beschäftigt sich mit der Frage, wie Mülltrennung an Schulen nicht nur organisatorisch gelöst, sondern auch als selbstverständlicher Teil des Schulalltags verankert werden kann. Verschiedene Aspekte werden beleuchtet: die Einführung geeigneter Sammelbehälter in Klassenräumen und Gemeinschaftsbereichen, die Klärung der Verantwortlichkeiten bei der Leerung durch SchülerInnen oder Reinigungskräfte sowie die Wahl passender Behältervolumina. Ein weiterer Aspekt liegt auf der pädagogischen Vermittlung durch Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung richtiger Abfalltrennung sensibilisieren und nachhaltiges Handeln fördern. Ziel ist es, praktische Lösungen mit Bildungsansätzen zu verbinden, um Umweltbewusstsein und Ressourcenschonung in der Schule zu verankern.
- Olga Barulin, Verwaltungswirtin, Gebäude- und Grundstückswirtschaft der Stadt Bergisch Gladbach
- Catrin Decke, Gesamtschulrektorin IG Paffrath, Arbeitskreis Nachhaltigkeit
- Axel Subklew, Sprecher der Initiative Mülltrennung wirkt
Moderation: Nele Kister, Unternehmenskommunikation Eduversum GmbH Verlag und Bildungsagentur
11. März 2026
Mittwoch, 11. März 2026, 10.00 bis 10.45 Uhr
KI hält Einzug in die Unterrichtsvorbereitung, den Unterricht selbst und die Nachbereitung. Doch wie verändert sich dadurch das Berufsbild „Lehrkraft“? Ist KI Kollege oder Expertenkiller? In NRW gibt es vielfältige Initiativen rund um KI, zum Beispiel das Projekt „Künstliche Intelligenz im Mathematik- und Deutschunterricht (KIMADU)“ oder das Online-Portal www.lernen-digital.nrw. Joscha Falck, Experte für Digitales Lernen an Schulen, und Patricia Drewes, Schulleiterin an einer KIMADU-Projektschule in Bielefeld, widmen sich im Gespräch mit Thomas Spahn, Geschäftsführer des Friedrich Verlags, der Frage, wie der Vormarsch der KI den Alltag von Lehrkräften in NRW verändern wird und wie sich pädagogische Rollen neu definieren. Gemeinsam blicken sie ins Lehrerzimmer 2030.
- Patricia Drewes, Schulleiterin am Hans-Ehrenberg-Gymnasium in Bielefeld, einer KIMADU-Projektschule
- Joscha Falck, Lehrer, Schulentwickler, Autor und Keynote-Speaker für Digitalisierung, KI und Unterricht
Moderation: Thomas Spahn, Geschäftsführer Friedrich Verlag GmbH
Mittwoch, 11. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Schulkompass 2030, Lernstandserhebungen, Schülerfeedback, Qualitätsanalyse – Datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung und ihre Konsequenzen für den schulischen Alltag, der geprägt ist durch Lehr- und Fachkräftemangel. Gleichzeitig steigt die Anforderung, „soft skills“ und ein gemeines Werteverständnis auszubilden – neben der Förderung der Basiskompetenzen. Ein konstruktiv-kritischer Blick auf die aktuelle Situation in den nordrhein-westfälischen Schulen.
Anne Deimel, Landesvorsitzende des VBE NRW
Moderation: Katja Irle, Bildungsjournalistin
Mittwoch, 11. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Sprachförderung ist nicht gleich Sprachförderung – je nach Land, Bundesland oder Bildungseinrichtung finden sich ganz unterschiedliche Modelle: von vollständiger Integration in die Regelklasse ab dem ersten Tag bis hin zu vorbereitenden Sprachfördergruppen. In diesem Beitrag werden die gängigen Ansätze vorgestellt und in Bezug auf ihre Chancen und Grenzen diskutiert.
Besonderes Augenmerk liegt auf einem Stufenmodell: zunächst eine gezielte, intensive Sprachförderung, um sprachliche Grundlagen systematisch aufzubauen, anschließend eine schrittweise Eingliederung in die Regelklasse. Dabei werden von Beginn an ausgewählte Fächer gemeinsam mit der Regelklasse besucht, um soziale Teilhabe und Bildungssprache parallel zu fördern.
Prof. Dr. Marion Grein, Leiterin des Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Mittwoch, 11. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Wie lassen sich Rechenschwierigkeiten vermeiden – und Basiskompetenzen nachhaltig sichern? Der Vortrag bündelt praxisnahe Strategien für Klasse 1/2: Er fokussiert die vier Risikomarker (nicht tragfähiges Zahl-, Operations- und Stellenwertverständnis sowie verfestigtes zählendes Rechnen) und zeigt, wie Diagnosegespräche, vernetzte Darstellungen (E-I-S) sowie systematisches, entdeckendes Üben wirksam ansetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf sprachsensibler Mathematikförderung (Sprache als Werkzeug) und auf digitalen Impulsen für Diagnose, Übungsdesign und Differenzierung. Teilnehmende erhalten sofort einsetzbare Aufgabenformate, Beobachtungshilfen und Mini-Routinen, die Übergänge stabilisieren und allen Kindern Teilhabe ermöglichen – mit Bezug zu erprobten Konzepten an NRW-Schulen.
Dr. Roland Rink, Grundschullehrer und als Lektor an der Universität Bremen im Bereich Mathematik für die Primarstufe tätig. Als Jurymitglied der Auszeichnung „Schulbuch des Jahres“ trug er zur Förderung innovativer Lehrmaterialien bei. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Dr. Rink im Bereich Mathematikdidaktik an der Leuphana Universität Lüneburg.
Mittwoch, 11. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Wie wirksam sind Bildungsmedien – und wie gelingt ihre nachhaltige Finanzierung und erfolgreiche Implementierung in den Schulen? In der Diskussion werden zentrale Erfolgsfaktoren für qualitativ hochwertige Bildungsmedien und ihre Bedeutung für Bildungsgerechtigkeit und Unterrichtsqualität beleuchtet.
Bildungsmedienanbieter verbinden Innovation mit Verlässlichkeit; zugleich ist die Perspektive der Kommunen unverzichtbar. Ein Blick nach Europa erweitert die Perspektive: Was gelingt anderen Ländern besser, wovon können wir lernen? Dabei spielen ökonomische Rahmenbedingungen und bildungspolitische Grundsatzentscheidungen eine entscheidende Rolle. Das Panel bringt Praxis, Wissenschaft und Bildungspolitik zusammen – für einen differenzierten Blick auf die Zukunft wirksamer Bildungsmedien.
- Martina Fiddrich, Geschäftsführerin Cornelsen Verlag
- Prof. Dr. Axel Plünnecke, Leiter Themencluster Bildung, Innovation, Migration, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
- Daniela Schneckenburger, Beigeordnete für Bildung, Deutscher Städtetag
Moderation: Peter Hanack, Journalist
Mittwoch, 11. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Ein unvergesslicher Moment: Wenn Kinder zum ersten Mal beobachten, wie sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt und den Kreislauf des Lebens kennenlernen. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie dieses Staunen in Ihrer Klasse möglich machen. Entdecken Sie, wie Sie dieses unvergessliche Erlebnis gemeinsam mit Ihrer Klasse gestalten können. In unserem Vortrag erfahren Sie:
- warum die Schmetterlingszucht ein ideales Projekt für Schule und Kita ist
- die 5 Schritte für eine erfolgreiche Distelfalterzucht
- praktische Tipps und Inspirationen für Ihren Unterricht
- praktische Tipps und Antworten auf Ihre Fragen in einer offenen Fragerunde.
Lassen Sie sich begeistern und nehmen Sie konkrete Ideen für Ihr nächstes Klassenprojekt mit!
Bettina Hassel, Hagemann Bildungsmedien, Leitung des Lektorats
Mittwoch, 11. März 2026, 16.00 bis 16.45 Uhr
Ein selbstfürsorglicher Umgang mit sich selbst sowie ein positives Mindset in und um Schule, sind für DaZ-Lehrende kein nettes Wellness-Plus, sondern von zentraler Bedeutung. Der Vortrag bietet Impulse und Life-Hacks, wie es gelingen kann, die Herausforderungen und Widrigkeiten im Schulalltag mithilfe der Positiven Psychologie leichter zu nehmen.
Daniela Krause, Realschullehrerin für Deutsch, Geschichte und DaZ, Trainerin in der Lehrerfortbildung im Bereich DaZ
12. März 2026
Donnerstag, 12. März 2026, 10.00 bis 10.45 Uhr
Wie können digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz die Prüfungsvorbereitung in der technischen Berufsbildung nachhaltig verändern? Mithilfe KI-gestützter Auswertungssysteme können nicht nur individuelle Lernstände besser erfasst, sondern auch gezielt gefördert werden. Zusammen mit Berichten über die Entwicklung und Anwendung werden konkrete Praxisbeispiele vorgestellt, die die Chancen und Herausforderungen solcher Systeme aufzeigen. Das Ziel ist es, Impulse zu geben, wie moderne Technologien didaktisch sinnvoll in die Ausbildung integriert werden können – zum Nutzen der Lernenden, Lehrenden und der Ausbildungsqualität insgesamt.
- Christian Eismann, Verantwortlicher für die Lernportale C-LEARNING und C-EXAMINATION. Seit 2018 beschäftigt er sich mit der digitalen Transformation von Ausbildungsinhalten.
- Lars Münzer, Projektleiter Digitale Prüfung und verantwortlich für das Projekt KI-EXAM, das Lösungen für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Prüfungsaufgaben entwickelt
Donnerstag, 12. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Mit Jugend debattiert lernen etwa 200.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 1.500 weiterführenden Schulen, wie sie fair, konstruktiv und regelbasiert streiten. Auf Schul-, Regional- und Landesebene bis hin zum Bundeswettbewerb debattieren Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 im Unterricht und erproben ab Klasse 8 ihre Fähigkeiten im Wettbewerb. Das Demokratieprogramm findet darüber hinaus in rund 40 Ländern statt und vermittelt überall Kompetenzen für eine konstruktive Streitkultur. Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird durch das BMBFSFJ gefördert.
Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter Jugend debattiert, stellv. Leiter Bereich Demokratie stärken der Hertie Stiftung
Donnerstag, 12. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Individuelle Förderung in heterogenen Klassen, koaktives Lernen und zukunftsfähige Kompetenzen: mit KI kommen didaktisch-pädagogische Innovationen in den Unterricht. Doch die Schulen brauchen dafür Fortbildung und technischen Support ebenso wie einen sicheren datenschutz- und personalrechtlichen Rahmen. Mit Spannung schauen Lehrkräfte und Schulleitungen in NRW auf KIMADU, das seit Februar 2025 den lernförderlichen Einsatz von generativer KI für die Basiskompetenzen und die weiterführenden Kompetenzen in Deutsch und Mathematik prozessorientiert evaluiert. Wie effizient sind die neuen Lehr-Lernszenarien? Welche Anforderungen stellen sie an Lehrkräfte? Welche zusätzlichen Chancen und Herausforderungen bringen neue "Super-Projekte" des Bundes wie das Adaptive Intelligente System AIS?
- Martin Heuer, Mitglied im Landesvorstand GEW NRW
- Hendrik Langner, Geschäftsführer phase-6 GmbH und Vorstandsmitglied Verband Bildungsmedien e. V.
- Milena Pflügl, Bildungsinnovatorin und Co-Gründerin der Impact School, Vorstandsmitglied im Didacta Verband e. V.
Moderation: Peter Hanack, Frankfurter Rundschau
Donnerstag, 12. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
„Hier wachsen Talente“ hat das Bildungsland NRW sich als Motto gewählt. Und setzt dabei nicht nur auf das Wachstum der Kinder und Jugendlichen, sondern auch der Schulen und Lehrkräfte. Wo das Land finanzielle und rechtliche Rahmen vorgibt, bleibt viel Freiraum für individuelle Schulkonzepte, innovative Förderprogramme und regionale Schulentwicklung. Was leisten Steuerungsmittel wie der Referenzrahmen Schulqualität? Wie gelingt die gemeinsame Arbeit von Land und Kommunen beispielsweise bei der Kinder- und Jugendhilfe? Wieviel Freiheit und wieviel Unterstützung brauchen Lehrkräfte und Schulen – nicht zuletzt bei herausfordernden Themen wie der Digitalisierung?
Dr. Urban Mauer, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Moderation: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum
Donnerstag, 12. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Demokratiebildung gehört ins Klassenzimmer. Gemeinsam mit #usethenews ist der Bildungsverlag Westermann deshalb Teil der Initiative „Demokratie lebt von Informationskompetenz“. Ziel ist es, ein positives Bild unserer vielfältigen Gesellschaft in den Medien zu schaffen. Informationskompetenz endet nicht bei Quellenkritik – sie beginnt im personalisierten Feed. Etrit Asllani erklärt, wie Empfehlungsalgorithmen Inhalte gewichten, warum Aufmerksamkeits-Signale unser Weltbild verzerren und welche Classroom-Methoden für Lehrkräfte sofort umsetzbar sind: z. B. 5-Schritte-Faktencheck, Bild-/Video-Checks (Reverse Image Search, Forensik) und ein kurzes Simulationsspiel zu „Fake News verbreiten“.
- Etrit Asllani, Psychologe und Change-Experte @keinfakenews
- Nicole Bornemann, Geschäftsführerin Westermann Service und Beratung GmbH
Donnerstag, 12. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Künstliche Intelligenz macht es Schülerinnen und Schülern leicht, Hausaufgaben zu manipulieren – und gefährdet damit zentrale Lernziele wie Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Anstatt immer neue Kontrollsoftware einzusetzen, stellt sich die Frage: Wie können wir Unterricht so gestalten, dass Motivation und Lernfreude gestärkt und Schummeln überflüssig wird?
Dieser Vortrag zeigt auf, wie KI traditionelle Lehrmethoden herausfordert und welche Chancen darin liegen, Lernprozesse stärker in den Unterricht zu verlagern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie handlungsorientiertes und eigenverantwortliches Lernen nicht nur vor Manipulation schützt, sondern auch nachhaltigere Lernerfahrungen ermöglicht.
Karin Foidl-Jump, Lehrerin und Expertin für innovatives Unterrichten. Sie hat an unterschiedlichen Schulen in Österreich, Amerika und den Niederlanden gearbeitet und unterstützt als Schulberaterin bei Brockhaus NE GmbH Schulen in Unterrichtsentwicklung und Medienkompetenz. Weiters teilt sie auch ihre Best Practices für den erfolgreichen Einsatz digitaler Tools im Unterricht als Speakerin bei #wirfürschule.
Donnerstag, 12. März 2026, 16.00 bis 16.45 Uhr
Wie machen Profis das eigentlich? Ein erfahrener, immer noch begeisterter Lehrer setzt überraschende Akzente, wie der Berufseinstieg effektiver wird und leichter fällt: Wie gestalte ich Unterricht interessant und lernwirksam? Worauf kommt es an beim Umgang mit unruhigen Klassen, 'schwierigen' Schülern, fordernden Eltern? Und was tun bei Selbstzweifeln und Überlastung? Mit konkreten Beispielen sowie weiterführenden Hinweisen – zu aktuellen Debattenpunkten wie Notengebung und Prüfungsformaten, Technologieeinsatz und Inklusion.
Michael Felten, 1981–2017 Gymnasiallehrer für Mathematik und Kunst in Köln, seit 2007 Lehraufträge an der PH Heidelberg, Alanus-Hochschule Alfter und Uni Bonn; seit 1995 Autor von Unterrichtsmaterialien, Sachbüchern sowie schulpädagogischen Beiträgen in Tages- und Fachpresse; seit 2010 unabhängiger Referent in der Lehrerweiterbildung.
Moderation: Wilfried Vollmer, Reclam Verlag
13. März 2026
Freitag, 13. März 2026, 10.00 bis 10.45 Uhr
Generative KI hat mehrsprachige Schreibprozesse radikal verändert: KI-Tools leisten Unterstützung z. B. beim Brainstorming, Strukturieren, Formulieren, Korrigieren und Übersetzen. Damit werden für das Schreiben notwendige Skills um Aspekte von AI Literacy erweitert: Wer mit KI-Unterstützung kompetent schreiben möchte, muss u. a. Output überprüfen, Informationen verifizieren, generierte Textteile mit eigenen Aussageabsichten abgleichen können, prompten und zielgerichtet überarbeiten können. Der Vortrag zeigt auf, wie sich die Anforderungen an Schreibende durch KI gewandelt haben. Anhand von Beispielen erfahren die Zuhörenden, wie mehrsprachig Schreibende das Zusammenspiel zwischen eigener kognitiver Leistung und KI-Unterstützung orchestrieren können.
Dr. Ella Grieshammer, Leiterin des Internationalen Schreiblabors, Georg-August-Universität Göttingen
Freitag, 13. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Schulkompass NRW 2030, digitale Steuerungsinstrumente, Lernstandserhebungen und KI-gestützte Tools versprechen eine punktgenaue Navigation für das Bildungssystem. Doch was passiert, wenn Algorithmen Ziele setzen, Daten den Takt vorgeben und Schulen vor allem an Kennzahlen gemessen werden? „Bildung auf Autopilot?“ fragt nach den Grenzen datenbasierter Steuerung und zeigt, warum zukunftsfähige Bildung mehr braucht als Dashboards und Prüfungsreformen. Im Mittelpunkt stehen professionelle Lehrkräfte, tragfähige Beziehungen, pädagogische Urteilskraft und faire Leistungsanforderungen. Das PhV NRW markiert Koordinaten für eine Schule, in der Technik unterstützt, aber nicht übernimmt – und in der Qualität, Menschlichkeit und Leistung zusammen gedacht werden.
Sabine Mistler, Vorsitzende Philologenverband Nordrhein-Westfalen
Moderation: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum
Freitag, 13. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Der gesellschaftliche Wandel verlangt auch eine neue Bildung. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) begleitet diese Transformation und ist Teil der UN-Nachhaltigkeitsziele. BNE ist ein verpflichtender Auftrag für Schulen und umfasst naturwissenschaftliche, technische und soziale Aspekte des Lernens in Inhalten, Zielen und Methoden. Doch wie gelingt die Umsetzung im Unterricht?
Im Vortrag erhalten Sie praxisnahe Ideen und Bausteine für die Integration von BNE. Sie erfahren zunächst, was sich hinter dem Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verbirgt, wie BNE im NRW-Lehrplan verortet ist und welche konkreten Unterrichtsprojekte und Bausteine Sie in Ihrer Praxis umsetzen können.
Prof. Dr. Ines Oldenburg, sammelte nach ihrem Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen vielfältige Erfahrungen als Grundschullehrerin, Rektorin einer Grundschule und Regierungsschuldirektorin. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Direktorin im Institut für Pädagogik in den Bereichen Bildungswissenschaften und Didaktik des Sachunterrichts an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Freitag, 13. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Digitale Lehr- und Lernmittel, der rechtssichere Einsatz von KI, IT-Infrastruktur und Smartphone-Verbot: Die Digitalisierung in der Schule wirft für Lehrkräfte im Alltag viele Fragen auf. Den verbindlichen Vorgaben vom Land stehen Spiel- und Freiräumen der Schulen gegenüber und die pädagogische Expertise der Lehrkräfte bleibt unersetzlich, wenn es darum geht, in der Praxis konkrete Ideen zu entwickeln und Regeln zu vereinbaren. Wie können Lehrkräfte bei der Digitalisierung der Schulen eine gute eigene Position entwickeln? Wie integrieren sie neue Technologien souverän in den eigenen Unterricht? Und wie gelingt die persönliche Balance zwischen bewährten Lehr-Lern-Settings und neuen didaktischen Möglichkeiten?
Lothar Palm, Geschäftsführer der Medienberatung NRW
Moderation: Christoph Pienkoß, Geschäftsführer Verband Bildungsmedien e. V.
Freitag, 13. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Die Welt verändert sich rasant, doch das Fundament bleibt gleich: Sprache, präzises Schreiben, Lesen, mathematisches Denken. Diese Basiskompetenzen spielen auch im KI-Zeitalter eine entscheidende Rolle – vielleicht stärker, als vielen bewusst ist.
Neu ist: KI eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, Kinder beim Aufbau dieser Fähigkeiten zu unterstützen – vor allem durch wirksame Feedback-Loops, die Lernen erleichtern.
Ein Vortrag über bekannte Kompetenzen, neue Wege – und die Chancen digitaler Lernsysteme, am Beispiel des Fremdsprachenlernens veranschaulicht.
- Hendrik Langner, Geschäftsführer phase-6 GmbH und Vorstandsmitglied Verband Bildungsmedien e. V.
- Dr. Mario Oesterreicher, Sprachenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Leiter der Abteilung Fremdsprachenausbildung Nürnberg, 1. Vorsitzender E&M Englisch und Mehrsprachigkeit
Freitag, 13. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Pausen sind kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lehren und Lernen. Doch die Unterbrechungen zwischen den Schulstunden reichen häufig nicht aus – Unruhe und Stress prägen den Schulalltag. In den Unterricht integrierte Mini-Pausen bringen mit spielerischen Yoga-Übungen Ruhe, Fokus und neue Energie ins Klassenzimmer. Körper und Geist entspannen und die Kinder trainieren kindgerecht nebenbei ihre Selbstregulation. Achtsamkeit schult Aufmerksamkeit.
Die Yoga-Lehrerin Christina Sinkewitz zeigt praxisnah, wie ein bis zweiminütige Yoga-Minipausen ohne Vorkenntnisse gelingen und sich mühelos in den Unterrichtsalltag integrieren lassen. Ein Vortrag, der sofort zum Ausprobieren motiviert.
Christina Sinkewitz ist Dipl. Kinderyoga Lehrerin, sowie ausgebildet in über 500 Std. Vinyasa Flow und Iyengar, darüber hinaus in 50 Std. Yin Yoga. Ihre Leidenschaft für Achtsamkeit wurde bereits in der Grundschule geweckt, wo sie dank ihres Lehrers erste Erfahrungen mit Meditation sammelte.
Über einen längeren Zeitraum durfte sie eine Grundschule begleiten, um Lehrkräfte und Schülerinnen und Schülern Yoga und Achtsamkeit näherzubringen. Neben regelmäßigen Workshops bei der Kreissparkasse Köln hielt sie an der Universität Koblenz einen Vortrag zum Thema „Selbstbeobachtung und Stressbewältigungsstrategien“. Ihr Ziel ist es, Yoga und Achtsamkeit als wertvolle Werkzeuge in den schulischen und beruflichen Alltag zu integrieren.
Freitag, 13. März 2026, 16.00 bis 16.45 Uhr
Risikokompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für junge Menschen: Sie bedeutet, Gefahren einschätzen, Chancen erkennen und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Gerade in Zeiten digitaler Medien und gesellschaftlicher Unsicherheiten gilt es, Heranwachsende nicht vor Risiken zu bewahren, sondern sie im bewussten Umgang damit zu stärken. Die Autoren des Buches „Beinahe schiefgegangen“ geben Einblicke in aktuelle Erkenntnisse der Risikoforschung und zeigen anhand evaluierter Praxis, wie Lehrkräfte und Pädagog:innen Jugendliche begleiten können – etwa bei Exkursionen, Klassenfahrten und Outdoor-Seminaren.
- Andreas Bedacht, München, Dipl.-Soz.päd., Traumaberater, ist nach langjähriger Leitung einer außerschulischen Bildungseinrichtung als freiberuflicher Referent im Bereich Erlebnis- und Umweltpädagogik, politische und kulturelle Bildung und in der Hochschullehre tätig.
- Bernhard Streicher, Anger, Dr. habil., Dipl.-Psych., war als Universitätsprofessor mit Forschungsschwerpunkt Risiko und in der ZQ Erlebnispädagogik tätig. Er ist wissenschaftlicher Berater, Autor und Forscher mit Fokus auf Risikokultur sowie Mitglied der Sicherheitskommission des Deutschen Alpenvereins.
Moderation: Jascha Schulz, verantwortlich für Presse/PR beim Verlag Ernst Reinhardt
14. März 2026
Samstag, 14. März 2026, 10.00 bis 10.45 Uhr
Was brauchen junge Menschen, um zu starken, mutigen Persönlichkeiten zu reifen und ihre Talente zu entfalten? Wie können Lehrkräfte in der heutigen Zeit solche Entwicklungswege unterstützen? Welche Vorbereitung ist nötig, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern? Was zeichnet lernende Systeme aus, die solche Prozesse fördern? Viele Jahre lang hat Kathrin Höckel Bildungssysteme studiert und verglichen, herausragende Pädagoginnen und Pädagogen aus verschiedenen Ländern begleitet, ihre Erkenntnisse in einem Dokumentarfilm aufbereitet und in Trainings zugänglich gemacht. In diesem Vortrag beleuchtet sie die wichtigsten Einsichten, welche Rolle die eigene Entwicklung bei Lehrenden spielt und wie erfolgreiche Bildungsakteure auf allen Ebenen diese Lernhaltung in ihrer Arbeit einsetzen.
Kathrin Höckel, Bildungsexpertin, Autorin (Schule von morgen, 2024) und Filmemacherin (Teachers for Life, 2021). Seit 20 Jahren arbeitet sie zum Thema Bildung und nachhaltige Entwicklung, viele Jahre als Policy Analyst bei der OECD in Paris (OECD Skills Strategy), als Beraterin von Regierungen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, als Lehrbeauftragte an der Universität Heidelberg, sowie in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften.
Samstag, 14. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Demokratieerziehung und Wertevermittlung haben inzwischen Eingang in Schule und Unterricht gefunden. Von der „Verfassungsviertelstunde“ über die „WERTvoll-Plattform“ bis hin zu Handlungsempfehlungen der Landesinstitute sind Schulen aufgefordert oder sogar verpflichtet, sich um Demokratie- und Wertebildung zu kümmern. Doch wie kann das konkret geschehen – auch vor dem Hintergrund von Lehrkräftemangel, fehlenden Basis- und Sprachfähigkeiten und notorischer Zeitnot? Indem man demokratisches Denken und Handeln und die damit verknüpften Werte von Anfang an lebt und mit Maß und Ziel in schulische Prozesse einbindet. Wie das alltagsintegriert funktioniert, zeigen und diskutieren Dr. Claudia Rathmann und Barbara Busch.
- Barbara Busch, Schulleiterin an einer Grundschule in Hessen, an der schon seit Jahren Demokratielernen und Wertevermittlung im Curriculum verankert sind
- Dr. Claudia Rathmann, Lehramtsausbildnerin für Grundschule in Eichstätt, Autorin verschiedener Publikationen zum Fach Deutsch und zu den Themen „Umwelt & Soziales“
Moderation: Petra Golisch, Programmleiterin beim Finken-Verlag
Samstag, 14. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Mit den Rahmenlehrplänen liegen die zu erreichenden Kompetenzen für die Auszubildenden in den Pflegeberufen fest. Abstrakte Kompetenzformulierungen bieten für Lernende und Lehrende jedoch wenig Orientierung für die Gestaltung der notwendigen Lernprozesse. Hier können speziell konzipierte Kompetenzraster effizient unterstützen. Mit „Ich kann“-Beschreibungen wird das fachtheoretische und fachpraktische Wissen zum Verstehen und Handeln in unterschiedlichsten Pflegesituationen konkretisiert – und so eine wirklich kompetenzorientierte Ausbildung gestaltet. Der Vortrag stellt die Möglichkeiten der Anwendung der Raster heraus. Beispielhaft wird Individualisiertes Lernen anhand von Checklisten und „Lernjobs“ skizziert und zur Diskussion gestellt.
Andrea Mörschel, Kinderkrankenschwester, Bildungsmanagement (M. A.), Dortmund
Samstag, 14. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung von Basiskompetenzen im Startchancen-Programm. Er zeigt auf
- vor welchen Herausforderungen Schulen und Lehrkräfte im Unterricht stehen
- welche Methoden zur Diagnostik und individuellen Förderung eingesetzt werden können
- worauf Lehrende dabei besonders achten sollten
- und welche Impulse es für die Bildungspolitik gibt.
Anhand von praxisnahen Beispielen erklärt die Referentin, wie eine erfolgreiche Diagnose von Basiskompetenzen dazu beiträgt, Potentiale von Lernenden zu erkennen und die Bildungsgerechtigkeit nachhaltig zu fördern.
Dr. Sina Nitzsche, Honorary Research Fellow an der University of Bristol. Die Arbeitsschwerpunkte der Kulturwissenschaftlerin und Mediendidaktikerin sind digitale Lehr- und Lernmethoden, frei verfügbare Bildungsmaterialien (OER) und Diversität in der Lehre. Zudem ist sie Referentin für Digitale Projekte beim Ernst Klett-Verlag.
Samstag, 14. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Zeitgemäße Bildung in einer Kultur der Digitalität hat viele Facetten. Wesentliche Aspekte hierbei sind unter anderem das kritische Denken und die allgemeine Medienkompetenz, und in diesem Zusammenhang das Erkennen von Desinformation, die uns immer mehr in fast allen Lebensbereichen begegnet und durch Werkzeuge künstlicher Intelligenz nun ganz andere Dimensionen annimmt. In diesem Vortrag geht es um das vielfältige Auftreten von Desinformation, Unterstützung beim Erkennen und um Beispiele, Desinformation sowohl rezeptiv als auch produktiv im Unterricht zu thematisieren.
Georg Schlamp, seit über 25 Jahren Lehrer, bildet Englischreferendar/-innen aus und engagiert sich in der Lehrerfortbildung. Er entwickelte ein KI-Tool zur Bewertung von Unterrichtsentwürfen, das in NRW regelmäßig genutzt wird.
Samstag, 14. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Digitale Spiele sind aus dem Alltag der Schüler:innen nicht mehr wegzudenken. Um die Schüler:innen in ihrer Lebenswelt abzuholen, muss die Institution „Schule“ neue Wege gehen. Neue Wege im Hinblick auf Lernsettings, auf Aufgabenkultur und hinsichtlich des Medieneinsatzes. Christian Gebauer zeigt auf, wie ein praxistauglicher und kompetenzorientierter Unterricht mit Digitalen Spielen gestaltet werden kann. Seine Grundlagendidaktik bietet eine niederschwellige Einführung in die „Sprache" Gamedesign und zeigt, wie diese im Fachunterricht integriert werden kann. Sie bietet eine Einleitung in den Kosmos der Digitalen Spiele, erklärt und kontextualisiert Fachbegriffe und umfasst einen ausführlichen Praxisteil, der zahlreiche Lernsettings an unterschiedlichen Spielen entfaltet.
- Christian Gebauer, Autor
- Elisabeth Schreiber-Quanz, Lektorin De Gruyter Brill