Auf dem Forum Unterrichtspraxis auf der Leipziger Buchmesse stehen Fragen der Schulpädagogik, neue didaktische Konzepte zur Unterrichtsverbesserung und Best-Practice-Beispiele im Mittelpunkt.
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19. bis 22. März 2026
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Halle 2, Stand B203
Rund 20 Veranstaltungen behandeln aktuelle unterrichtspraktische Themen von Achtsamkeit bis Leseförderung, von Demokratieerziehung bis KI in der Schule.
Das Forum Unterrichtspraxis richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, Eltern und alle an Bildung Interessierten. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Forum Unterrichtspraxis ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Sie finden das Forum Unterrichtspraxis 2026 vom 19. bis 22. März auf der Leipziger Buchmesse in Halle 2, Stand B203. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Rückblick: Forum Unterrichtspraxis 2025
Programm
19. März 2026
Donnerstag, 19. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der KI immer mehr Aufgaben übernimmt, stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt die emotionale Intelligenz noch – gerade im Bildungsbereich? In diesem interaktiven Workshop für Pädagog*innen gehen wir der Bedeutung von Empathie, Selbstwahrnehmung und sozialer Kompetenz auf den Grund. Wir diskutieren, welche Fähigkeiten auch in Zeiten von Chatbots und Algorithmen unersetzlich bleiben – besonders in Schule und Unterricht. Gemeinsam reflektieren wir die Chancen und Grenzen von KI und entwickeln Ideen, wie emotionale Intelligenz gezielt gestärkt werden kann – bei Schüler/-innen, im Kollegium und in der eigenen Führung. Ein Workshop voller Impulse, Austausch und Praxisnähe.
Alexandra Andersen war 25 Jahre Gymnasiallehrerin. Jetzt ist sie als freiberufliche Trainerin und Seminarleiterin sowie Coachin unterwegs. Ihre Themen umfassen Stressmanagement, Resilienz, emotionale Intelligenz und Achtsamkeit. Sie gibt Kommunikationstrainings auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation sowie MBSR-Kurse und Führungskräftetrainings im Businesskontext.
Donnerstag, 19. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Sketchnotes verbinden klassische Notizen mit einfachen Zeichnungen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Inhalte schnell und effektiv visuell erfassen und vermitteln. Diese Form der Visualisierung stärkt Konzentration, Motivation und Aufmerksamkeit, reduziert Komplexität und hilft dabei, sprachliche wie fachliche Hürden zu überwinden. Sketchnotes sind nicht nur ein wirkungsvolles Werkzeug zur Wissensvermittlung, sondern machen auch großen Spaß. Die Methode eignet sich für alle Unterrichtsfächer und ist vielseitig einsetzbar.
Rosalie Heinen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Physik an der Universität Münster. Im Rahmen ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Förderung von Bildungs- und Fachsprache im naturwissenschaftlichen Unterricht, Visualisierungen in Lehr- und Lernprozessen sowie dem verständnisfördernden Potenzial der didaktischen Typografie. Sie ist international als freie Fortbildnerin, Autorin und Illustratorin tätig.
Donnerstag, 19. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Mit dem großen Hype um ChatGPT und künstliche Intelligenz kamen auch Chatbots auf: von spezialisierten Angeboten im Pflegebereich über kleine digitale Helfer auf Websites bis hin zu „My AI” von Snapchat. Neben Chancen und neuen Lernmöglichkeiten ergeben sich hier insbesondere für Kinder und Jugendliche viele Herausforderungen und Gefahren. Junge Menschen (sowohl Kinder als auch junge Erwachsene) verlieben sich in sie, glauben unreflektiert ihre Botschaften und übernehmen sie. Sie holen sich bei ihnen Hinweise, weil sie keinen Therapieplatz bekommen. Chatbots geben sich als Experten aus, verteilen beispielsweise medizinische Empfehlungen obwohl sie die jeweilige Person nicht kennen und somit nicht vollumfänglich einschätzen können. Aufgrund unserer Erfahrung mit Workshops für Schulklassen, Elternabenden und Fortbildungen für Lehrkräfte möchten wir Ihnen Möglichkeiten der Auseinandersetzung im Unterricht aufzeigen.
- Marcel Burghardt, Geschäftsführer Social Web macht Schule gGmbH, Medienpädagoge
- René Michel, stellv. Landesvorsitzender SLV und Lehrer
Donnerstag, 19. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Zwischen Stundenplan, E-Mails und digitalen Tools bleibt oft wenig Raum zum Innehalten. Doch gerade im Schulalltag sind Achtsamkeit und ein bewusster Umgang mit digitalen Medien entscheidend – für das eigene Wohlbefinden und eine gesunde Schulkultur. In diesem Workshop reflektieren Pädagog*innen ihren digitalen Alltag, erproben alltagstaugliche Achtsamkeitsübungen und entwickeln Strategien für mehr Balance zwischen digitaler Präsenz und innerer Ruhe. Für alle, die Schule achtsam und zukunftsorientiert gestalten möchten.
Alexandra Andersen war 25 Jahre Gymnasiallehrerin. Jetzt ist sie als freiberufliche Trainerin und Seminarleiterin sowie Coachin unterwegs. Ihre Themen umfassen Stressmanagement, Resilienz, emotionale Intelligenz und Achtsamkeit. Sie gibt Kommunikationstrainings auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation sowie MBSR-Kurse und Führungskräftetrainings im Businesskontext.
Donnerstag, 19. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Was bleibt von Schule, wenn alles fehlt? Was bedeutet Bildung, wenn ein „Klassenzimmer“ ein Zelt, eine Ruine oder ein Keller ist – oft der einzige Schutz vor Kinderarbeit, Extremismus und Perspektivlosigkeit?
In ihrem Vortrag gibt Jacqueline Flory Einblicke in eine schulische Realität, die mit dem deutschen Alltag wenig gemein hat und trotzdem den Kern pädagogischer Arbeit sichtbar macht: Kindern Zugang zu Wissen, Selbstwirksamkeit und Zukunft zu ermöglichen.
Zeltschule e. V. hat über 80 Schulen in Syrien und im Libanon aufgebaut – in Ruinen, Kellern, leerstehenden Häusern und Lagern, mitten in Zerstörung und Unsicherheit, meist ohne Strom und ohne festes Dach.
Der Vortrag eröffnet Lehrkräften hierzulande eine ungewohnte Perspektive auf Schule und erinnert daran, was überall gilt: Bildung stärkt Kinder, schützt sie und eröffnet Zukunft. Ein Impuls, der daran erinnert, warum man einmal Lehrerin oder Lehrer werden wollte – und was Kinder wirklich brauchen.
Jacqueline Flory, Gründerin von Zeltschule e. V., baut seit über neun Jahren Schulen in syrischen Kriegs- und Rückkehrgebieten sowie in libanesischen Flüchtlingslagern. Sie ist regelmäßig vor Ort und kennt die Lebensumstände der Familien aus erster Hand.
Donnerstag, 19. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Im Rahmen der Demokratiebildung sollten sich Kinder ihrer Rechte bewusst sein. Ganz zeitgemäß wird politische Teilhabe im Podcast-Projekt erlebbar: Die Kinder führen Regie im eigenen Wissens-Podcast, erarbeiten kreativ Inhalte und üben sich darin, die eigene Meinung zu formulieren und wertschätzend im Team zu agieren. Dabei steht die Förderung der kritischen Medienkompetenz ebenso im Fokus, wie das Erleben von Partizipation. Doch was muss beim Einsatz des Audio-Mediums beachtet werden? Wie gestalten Sie eine zeitgemäße Unterrichtseinheit? Und welche Inhalte machen nicht nur Sinn, sondern auch ganz viel Spaß? Praxisnah erklärt Lena Stenz den Einsatz von Mikrofon und Audioschnitt im Unterricht und welche Möglichkeiten es gibt, eine eigene Podcast-Folge rund um Kinderrechte, Partizipation und Meinungsfreiheit zu gestalten.
Lena Stenz, CEO der Bildungsinitiative BÜCHERALARM gUG, ausgezeichnet mit dem Deutschen Lesepreis 2023 in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“
20. März 2026
Freitag, 20. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Die Scham als schmerzhafte und viel zu wenig beachtete Emotion betrifft jeden Menschen und kann jederzeit akut werden. Insbesondere in der Schule ist deshalb ein sensibler Umgang mit ihr wünschenswert. In der Veranstaltung wird die Emotion Scham mit ihren Formen sowie etwaige Abwehrstrategien, hinter denen sich die Scham möglicherweise versteckt, näher beleuchtet. Die Referentin blickt auf individuelle Scham-Situationen wie z. B. Mobbing und stellt dar, wie die Scham abgemildert bzw. vermieden werden kann.
Anika Roßmann, Erziehungswissenschaftlerin, Trainerin für Neue Autorität in Systemen, Multiplikatorin Scham und Menschenwürde
Freitag, 20. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Die Lesekompetenz hat laut der letzten IGLU-Studie abgenommen und gleichzeitig wird sie im KI-Zeitalter wichtiger denn je: Lesen ist eine Basiskompetenz, von der schulischer Erfolg und darüber hinaus gesellschaftliche Teilhabe stark abhängt. Dementsprechend ist die Förderung von Lesekompetenzen ein Dauerbrenner. Aber wie gelingt es Schulen, Kinder wirklich ins Lesen zu bringen? Antworten liefern Dr. Simone Naphegyi und Dr. Annemarie Niklas: Sie zeigen, wie Lehrkräfte mit wissenschaftlich geprüften Methoden Lesefreude wecken, Diagnostik individuell nutzen und Lesekompetenzen Schritt für Schritt stärken können. Im Gespräch mit Julia Reinking machen sie deutlich: Leseförderung ist nicht nur Pflicht – sie kann Spaß machen und Chancen eröffnen.
- Dr. Simone Naphegyi, Professorin für Fachdidaktik Deutsch für die Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, Forschungsschwerpunkte: Erwerb Lesekompetenz
- Dr. Annemarie Niklas, akademische Oberrätin für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Augsburg, Mitherausgeberin des Grundschulmagazins des Friedrich Verlags, Forschungsschwerpunkte: literarisches Lernen, sprachliche Bildung
- Janó Wiegand, stellv. Vorsitzender LandesSchülerRat Sachsen
Moderation: Julia Reinking, Geschäftsführerin des Friedrich Verlag
Freitag, 20. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Wer Unterrichtsstörungen nur „unterbindet“, greift oft zu kurz. Besser ist: verstehen, was dahintersteckt – vorbeugen, bevor es kippt – fair reagieren, wenn’s soweit ist. Statt unerwünschtes Verhalten zu bestrafen, gewünschtes Verhalten klar einüben. Mit konkreten Beispielen, die morgen schon einsetzbar sind.
Lydia Clahes, ehemalige Lehrerin, Autorin, Podcasterin und Coach für Lehrkräfte mit den Schwerpunkten Lehrerpersönlichkeit und Lehrergesundheit. In ihren Coachings und Keynotes verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit alltagsnahen Praxistipps, Humor und Zugewandtheit. Ihr Ziel ist es, Lehrkräfte darin zu stärken, ihren Beruf stabil und selbstwirksam auszuüben – und dabei als Mensch nicht zu kurz zu kommen.
Freitag, 20. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
- Conrad Clemens, Sächsischer
Staatsminister für Kultus - Maximilian Schulyok, Vorsitzender Verband Bildungsmedien e. V.
Moderation: Katja Irle, Bildungsjournalistin
Freitag, 20. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Lehrkräfte begegnen heute zahlreichen Herausforderungen: Sie müssen mit ganz individuellen Bedürfnissen in heterogenen Klassen umgehen, haben umfangreichen Lernstoff zu vermitteln und mehr und mehr erzieherische Aufgaben des Elternhauses zu kompensieren. Darüber hinaus sind zahlreiche Lehrerstellen unbesetzt, das System ist überlastet und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Lehrkräfte sind rar gesät. Wie gelingt es unter diesen Voraussetzungen dennoch, die eigene Rolle als Lehrkraft positiv zu gestalten? Ein Schulleiter und ein Coach diskutieren gemeinsam über konstruktive Lösungswege.
- Nadine Meisters, Coach, Schule InBalance
- Dr. Benjamin Miller, Schulleiter der Grundschule Potsdamer Straße in Hamburg
Moderation: Julia Reinking, Geschäftsführerin des Friedrich Verlag
Freitag, 20. März 2026, 16.00 bis 16.45 Uhr
Lernprozesse verlaufen immer dann besonders erfolgreich, wenn Lernende Lerninhalte als für sie bedeutungsvoll und relevant anerkennen. Dass Schülerinnen und Schüler bereit sind, sich mit den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen engagiert auseinanderzusetzen, hat die Bewegung Fridays for Future eindrucksvoll gezeigt. Um dieses Engagement in Schule und Unterricht hineinzutragen, braucht es neue Wege. Der klassische, fachsystematisch orientierte Unterricht ist oft weniger geeignet. Die Unterrichtsreihe E4F versucht einen neuen, themen- und problemorientierten, fachübergreifenden Ansatz, der in vielen Lehrplänen ja schon seit langem gefordert wird. Wir möchten Ihnen exemplarisch anhand eines Moduls dieses neue Unterrichtsmaterial vorstellen. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns.
- Dr. Frank Haß, Schulpädagoge, Didaktiker und Lehrer
- Dirk Leiber, Filmemacher
21. März 2026
Samstag, 21. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Mit Beginn des aktuellen Schuljahres 2025/26 haben Schulen in einigen Bundesländern neue Regeln für Handys und Social Media eingeführt – von landesweiten Verboten bis hin zu schulspezifischen Regelungen. Zeit für eine Zwischenbilanz: Was hat sich seitdem im Schulalltag getan? Gibt es mehr Konzentration und Fokus auf das Lernen? Oder bleiben erhoffte Veränderungen aus? In unserer Veranstaltung diskutieren wir über Erfolge, Schwierigkeiten und überraschende Nebenwirkungen der „handyfreien Schule“. Dabei geht es nicht nur um Disziplinfragen, sondern auch um die entscheidende Zukunftsfrage: Wie finden Schulen den richtigen Weg zwischen notwendiger Begrenzung und digitaler Bildungskompetenz?
- Vivian Breucker, komm. Schulleitung Offene Schule Köln
- Richard Heinen, Mediendidaktiker, Coach und Schulentwickler
Moderation: Julia Reinking, Geschäftsführerin des Friedrich Verlag
Samstag, 21. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Was erwartet die Teilnehmenden?
- Hochsensibilität verstehen – Warum sie keine Schwäche ist
- Typische Herausforderungen im Schulalltag meistern
- Sensibilität als Superkraft nutzen
- Praktische Strategien für den Alltag
An wen richtet sich die Veranstaltung?
- Lehrkräfte, die sich von Lärm, emotionalen Anforderungen und Stress oft ausgelaugt fühlen
- Hochsensible Menschen, die lernen möchten, ihre Sensibilität als Stärke zu nutzen
- Alle, die mehr über mentale Resilienz, Selbstfürsorge und positive Routinen erfahren möchten
Nadine Prager, Mentorin für hochsensible Lehr- und Führungskräfte, unterstützt hochsensible Pädagoginnen und Führungskräfte dabei, ihre Sensibilität als Stärke zu nutzen, statt sich unter Stress oder Erwartungen klein zu machen. Mit klaren Strategien für Grenzen, Resilienz und Energieaufbau zeigt sie, wie man kraftvoll, präsent und authentisch im Berufsalltag bleibt.
Samstag, 21. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Zu geringe Basiskompetenzen bei Schüler:innen beschäftigen Politik, Schulen und Gesellschaft. Bildungspolitiker:innen erklären Lesen, Schreiben und Rechnen zur Priorität, doch in der Praxis bleiben viele Fragen offen. Im Zentrum dieser Diskussion steht die graphomotorische Kompetenz beim Schreiben: Warum ist das Handschreiben lernen auch heute noch so elementar für Kinder? Wie können Lehrkräfte und Eltern Kinder fördern und auf welche Mythen rund um das Schreiben lernen sollte man nicht hereinfallen? Antworten geben die Autorinnen Eva Odersky und Angelika Speck-Hamdan, die in ihrem Buch „Schreiben lernen: Was wirklich zählt“, erschienen bei Klett Kallmeyer im Friedrich Verlag, neueste Forschung und praxisnahe Empfehlungen zusammenführen.
- Dr. Eva Odersky lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht dort insbesondere zum Thema Schreibenlernen und Handschriftentwicklung.
- Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, Autorin, emeritierte Professorin für Grundschulpädagogik und -didaktik. Sie lehrte und forschte am Institut für Schul- und Unterrichtsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.
- Lina Zeeh, Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen
Moderation: Julia Reinking, Geschäftsführerin des Friedrich Verlag
Samstag, 21. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Künstliche Intelligenz kann nicht nur unterstützen, sondern auch Feedback geben. Rückt der Traum des individuellen Feedbacks für Schüler:innen und nie wieder Aufsätze kontrollieren zu müssen für Lehrer:innen in greifbare Nähe?
In diesem Vortrag untersuchen wir, was schon heute geht. Welche Werbeversprechen halten. Was didaktisch zu beachten ist. Und am wichtigsten: Kann eine KI überhaupt pädagogisch passendes und sinnvolles Feedback geben?
Julian Dorn, Informatiklehrer, pädagogischer IT-Koordinator und Seminarleiter in der Lehrerfachausbildung; Gründer mehrerer Edu-Projekte wie InstaHub, beste.schule und schulKI
Samstag, 21. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Wie beeinflussen Desinformation, Social Media und algorithmische Echokammern unsere Meinungsbildung? In diesem Vortrag werfen wir einen kritischen Blick auf die Dynamik von Fake News im Netz, ihre psychologischen Wirkmechanismen und warum klassische Faktenchecks oft zu spät kommen. Verständlich, pointiert und mit vielen Praxisbeispielen zeigt der Vortrag, warum Medienkompetenz heute wichtiger ist denn je (für Schulen, Bildungseinrichtungen und unsere Demokratie).
Etrit Asllani, Psychologe und Content Creator. Mit seinem Social-Media-Kanal keinfakenews erreicht er über 600.000 Follower und vermittelt fundiertes Wissen zu Desinformation und Medienkompetenz. Seine Expertise bringt er auch als Autor u. a. beim Ullstein Verlag und Westermann Verlag ein.
22. März 2026
Sonntag, 22. März 2026, 11.00 bis 11.45 Uhr
Queere Schüler*innen und Lehrkräfte erleben täglich, dass Sichtbarkeit Mut erfordert – und Sicherheit braucht. Die Fortbildung zeigt praxisnah, warum es essenziell ist, als Lehrkraft queere Lebensrealitäten offen anzusprechen und authentisch zu leben. Ausgehend von Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Erkenntnissen wird aufgezeigt, welche positiven Effekte Repräsentation auf das Wohlbefinden und die Selbstwirksamkeit junger Menschen hat.
Gleichzeitig werden Herausforderungen wie Diskriminierungserfahrungen im Schulalltag sichtbar gemacht und konkrete Unterstützungsstrategien vermittelt.
Die Teilnehmenden lernen Methoden für einen inklusiven Unterricht kennen – von sensibler Sprache über passive Repräsentation in Materialien bis hin zu klaren Interventionen bei queerfeindlichen Aussagen. Zudem wird beleuchtet, wie Schulen als Institution Schutzräume stärken und Coming-outs erleichtern können.
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, die aktiv zu einem diskriminierungssensiblen und empowernden Lernort beitragen möchten – Schritt für Schritt und mit einer Haltung, die queeren Jugendlichen zeigt: Ihr seid hier sicher, ihr seid hier richtig.
Ronja Jelena Filiz, Lehrerin, Speakerin und erfolgreiche Content Creatorin. Auf Instagram und TikTok thematisiert sie Vielfalt, Schule und mentale Gesundheit. Mit authentischen, lebensnahen Sketchen macht sie gesellschaftspolitische Fragen greifbar und setzt sich für eine empathische, inklusive und zeitgemäße Bildungslandschaft ein.
Sonntag, 22. März 2026, 12.00 bis 12.45 Uhr
Lehrende, Kinder und pädagogische Fachkräfte verbringen viele Stunden am Tag in der Schule. Grund genug, dass man sich dort wohlfühlen sollte. Mit einfachen Kniffen kann es gelingen, die Schule als Ganze, das Lehrerzimmer und die Klassenzimmer zu Orten zu machen, an denen man sich gerne aufhält, wo sich jeder willkommen und in seiner Individualität wertgeschätzt fühlt. Wie dies gelingen kann, soll an praxiserprobten Beispielen aufgezeigt werden, die schnell umsetzbar sind und keinen großen zusätzlichen Materialaufwand benötigen. Wertschätzende Begrüßungsrituale zur Einstimmung, eine positive Fehlerkultur und die Einstellung der Lehrkraft, die Kinder bei etwas Gutem erwischen zu wollen, sind dabei genauso effektiv wie eine ressourcensparende Stundenplangestaltung oder ein wöchentliches Lehrerfrühstück – und auch eine einladende Lehrertoilette, die mit humorvollen Karten für ein Schmunzeln zwischendurch sorgt, kann das Schulleben leichter und angenehmer machen. Lassen Sie sich inspirieren und nehmen Sie Anregungen mit, damit sich auch in Ihrer Schule alle rundum wohlfühlen.
Nina Wilkening hat Grund- und Hauptschullehramt studiert, arbeitet an einer Grundschule und als Pädagogikseminarleiterin, hält Fortbildungen und veröffentlicht seit über 20 Jahren Schulbücher.
Sonntag, 22. März 2026, 13.00 bis 13.45 Uhr
Konflikte gehören zum Schulalltag. Wie Lehrkräfte und Schüler:innen damit umgehen, prägt das Miteinander im Klassenzimmer, auf dem Schulhof, im Lehrerzimmer oder beim Elterngespräch. Mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) entwarf der Psychologe Marshall B. Rosenberg ein Modell, das hilft, Konflikte konstruktiv aufzulösen, Gefühle und Bedürfnisse ehrlich auszudrücken und ein Klima der Wertschätzung zu etablieren. Mediator Sven Schöllmann und Pädagogin Evi Schöllmann stellen die vier Schritte des Modells im Überblick vor, gehen auf die Haltung hinter diesen Schritten ein und geben erste Impulse für die Umsetzung der GFK im Schulalltag.
- Evelyn Schöllmann, Pädagogin, hat über 20 Jahre an Schulen unterrichtet. Die Gewaltfreie Kommunikation war dabei eine tragende Säule. Ihre Erfahrungen hat sie in unterrichtspraktischen Publikationen veröffentlicht. Inzwischen begleitet sie Schulen als GFK-Trainerin und verknüpft die GFK mit ihren Kompetenzen als Atemtherapeutin.
- Sven Schöllmann unterstützt als zertifizierter GFK-Trainer Schulen, Institutionen und Firmen bei der Klärung von Konflikten und der Implementierung der Gewaltfreien Kommunikation. Als Musiker hat er Lieder und Tänze für unterrichtspraktische Publikationen zur Gewaltfreien Kommunikation komponiert.
Sonntag, 22. März 2026, 14.00 bis 14.45 Uhr
Mobbing braucht Aufmerksamkeit, Klarheit und den Mut hinzuschauen. In diesem Vortrag zeigt Dr. Christa D. Schäfer, wie Mobbing im pädagogischen Alltag früh erkannt und wirksam aufgegriffen werden kann – bevor sich Verletzungen verfestigen.
Es geht um typische Dynamiken, erste Warnsignale und darum, wie eine klare Haltung und ruhige, transparente Kommunikation Sicherheit schaffen. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, welche Schritte im Ernstfall helfen und warum Schuldzuweisungen keine Lösung sind.
Abschließend richtet sich der Blick auf Prävention und nachhaltige Veränderung: Wie stärken Beziehung, Mitbestimmung und demokratische Strukturen Kinder darin, Verantwortung zu übernehmen und Mobbing langfristig den Raum zu nehmen.
Dr. Christa D. Schäfer, Mediatorin, Pädagogin und Expertin für Konfliktmanagement und Mobbing in Schulen und Kitas, begleitet Bildungseinrichtungen bundesweit, bildet Mediator:innen aus und verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit langjähriger Praxiserfahrung.
Sonntag, 22. März 2026, 15.00 bis 15.45 Uhr
Das erfolgreiche Programm „Ich schaffs!“ des finnischen Psychiaters Ben Furman ist weit mehr als ein Motivationsprogramm für Kinder und Jugendliche. Mit seinen klaren Einzelschritten und aufeinander aufbauenden Phasen hilft es, auch vermeintlich schwierige Ziele zu erreichen und neue Fähigkeiten bleibend zu erlernen.
Astrid Deuchert stellt die Möglichkeiten des „Ich schaff’s!“-Ansatzes im schulischen Alltag vor.
In Gruppen oder Klassen angewandt, nutzt das Programm die positiven Effekte des gemeinsamen Lernens. Dabei werden sowohl gruppendynamische als auch methodische Aspekte einbezogen, um die Bedürfnisse aller Gruppenmitglieder angemessen zu berücksichtigen und neue individuelle oder kollektive Fähigkeiten zu erlernen. Astrid Deuchert stellt Fallbeispiele und methodische Ideen für verschiedene Gruppenkontexte vor.
Dr. Astrid Deuchert, Sonderpädagogin, Schulpsychologin und Traumafachberaterin (DEGPT); Systemische Beraterin (SG), Systemische Familientherapeutin (DGSF) und Supervisorin (BLÄK); zert. Dozentin (LMU München), Resilienzberaterin. Deuchert war 20 Jahre in verschiedenen Funktionen im Schuldienst tätig.