Initiative Verlegerrecht


Die Initiative Verlegerrecht wird getragen von avj – Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e. V., Ernst Klett Verlag GmbH, Verlag Julius Klinkhardt KG, Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH und Verband Bildungsmedien e. V.

Jeweils am ersten Mittwoch eines Monats bietet die Initiative einen einstündigen Branchenaustausch zum Thema "Was Verlage leisten – Die Zukunft des Verlegens" an. Sie organisiert außerdem jährlich eine Fachtagung zu den Leistungen der Verlage.

Die Gesprächsrunden mit thematisch vorbereitetem Input sollen die Möglichkeit zum Austausch über relevante gegenwärtige und zukünftige Aspekte des Verlegens bieten. Rege Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Die Veranstaltungen wenden sich an Verleger/‑innen und Geschäftsführer/‑innen von Buchverlagen, Urheber/‑innen und Jurist/‑innen sowie interessiertes Fachpublikum. Die Teilnahme ist kostenlos.

Positionspapier

Rechtliche Absicherung Verlegerischer Leistungen

Nächster Termin

Kundenbindung im digitalen Raum: Social Media und Influencer - Marketing für Verlage und Urheber

Digitales Meeting der Mittwochsreihe „Was Verlage leisten – Die Zukunft des Verlegens“ am 7. Dezember 2022 um 17 Uhr

Gespräch mit Caroline Adler, Marketingleitung vom Hoffmann und Campe Verlag und Katja Brandis, Autorin

Die Präsenz im Internet ist für Verlage und Urheber zunehmend ein Muss. Wer sichtbar sein und wahrgenommen werden will, muss auf den diversen Plattformen präsent sein und dort für immer wieder neue Nachrichten sorgen. Gleichzeitig bietet eine solche Präsenz auch die einzigartige Chance, mit Käufern, Lesern und Fans in direkten Austausch zu treten. Insbesondere Verlage setzen auf den Austausch mit Influencern und bauen auf deren Netzwerke. Für Urheber bietet social media die schnelle Möglichkeit, mit den Lesern der eigenen Werke den direkten Austausch zu suchen und auf deren Leserverhalten und ihre Wünsche einzugehen. Aber wie funktioniert das? Welche Strategien gibt es um in den Weiten des Netzes sichtbar zu werden.

Anmeldung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich per Mail an unter

Rückblick


Digitaler Gap in der Verlagsbranche – Wo stehen die verschiedenen Bereiche der Branche bei der Digitalisierung? | 2. November 2022

Frau Dr. Kerstin Bäcker im Gespräch Frau Dr. Maren Saiko (C.C. Buchner Verlag), Frau Dr. Janina Krieger (Springer Nature), Herrn Peter Haag (Kein & Aber Verlag) und Herrn Christoph Gondrom (LOEWE Verlag).

Der Stand der Digitalisierung scheint in den verschiedenen Verlagsbereichen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit den Hintergründen, Perspektiven und Erwartungshaltungen der verschiedenen Bereiche zur Digitalisierung und arbeitete heraus, welche Folgen damit verbunden sind. In diesem Mittwochsmeeting wurden im Austausch mit Vertreter/‑innen aus den Verlagsbereichen Bildungsmedien, Fachbuch und Belletristik der Stand, die Perspektiven und die Bedeutung digitaler Produkte und Entwicklungen ausgelotet. 

Zeitgemäßer Rechtekatalog im Verlagsvertrag: – Eigenbau – Wildwuchs – Normvertrag | 5. Oktober 2022

Wir erleben aktuell einen schnellen Wechsel in der Verlagsarbeit, die Verlagerung von Publikationsschwerpunkten, das Hinzukommen neuer Vertriebs- und Marketingwege: Sozialmedia-Präsenz, PoD, Text to Speech, Streaming mit und ohne Abonnement, barrierefreies Publizieren – um nur einige zu nennen. Mit dem Rechtekatalog, wie er im Normvertrag aufgeführt ist, kommen wir nicht mehr sehr weit. Was brauchen wir in Zukunft (und was brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr)? Nur wenn im Vertrag die richtigen, notwendigen Rechte eingeräumt wurden, lassen sich Erfolg versprechende Wege beschreiten.

Im Gespräch nahmen sich Renate Reichstein, Rainer Dresen und Andreas Klinkhardt dieses Themas an, das alle Bereiche des Verlagswesens interessieren dürfte.

Ein Jahr Urheberrechtsnovelle – Zwischenbilanz und Erfahrungsbericht | 6. Juli 2022

Dr. Richard Hahn im Gespräch mit Dr. Kerstin Bäcker (beide Lausen Rechtsanwälte)

Am 7. Juni 2021 ist das aktualisierte Urheberrechtsgesetz in Kraft getreten. Neben Neuregelungen zu Pastiche & Co. wurde unter anderem das Urhebervertragsrecht novelliert. Insbesondere wurden Auskunfts- und Rechenschaftsansprüche für Urheber aufgenommen und Regelungen zur angemessenen Vergütung nachgeschärft. Welche Auswirkungen haben diese Regelungen bislang in der Praxis, wie sind die Neuregelungen zu bewerten? Die beiden Fachanwälte für Urheber- und Medienrecht tauschten sich über ihre Praxiserfahrungen aus den Bereichen Verlag, Audio und Film aus.

Barrierefreiheit & Verlage | 1. Juni 2022

Susanne Barwick (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) im Gespräch mit Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag)

Welche Rolle und Chancen spielen Plattformen für Open Access? | 4. Mai 2022

Dr. Jörg Platiel (Geschäftsführer UTB GmbH) im Gespräch mit Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag).

Kaum eine Sparte des Verlagswesens erfährt so einen radikalen Wandel durch die Digitalisierung wie das wissenschaftliche Publizieren. Rechtliche Rahmenbedingungen ändern sich so rasante wie Nutzeranforderungen und technische Möglichkeiten. Risiken wollen bewertet und abgewehrt werden, Chancen wollen kalkuliert und genutzt werden.

Seit Jahren entwickelt die UTB gemeinsam mit Ihren Gesellschafterverlagen eine innovative Publikationsplattform, die klassische Plattformfunktionalitäten mit digitalen Publikationstools vereint. Dr. Jörg Platiel, Geschäftsführer der UTB, umriss diese Plattform im Mittwochsmeeting und diskutierte sie im Dialog mit Dr. Körner-Wellershaus. Daraus ließen sich auch für die übrigen Teilnehmer aus der Verlagslandschaft wichtige Impulse ableiten.

Das Presseverleger-Leistungsschutzrecht? – Erfahrungswerte und Status Quo | 6. April 2022

Olivera Kipcic (Leiterin Frankfurter Allgemeine Archiv und Rights Management) im Gespräch mit Dr. Kerstin Bäcker (Lausen Rechtsanwälte).

Presseverleger verfügen bislang als einzige Werkmittler aus der Verlagsbranche über ein eigenes Leistungsschutzrecht. In diesem Gespräch wurden die Erfahrungen der Presseverleger auf dem Weg zum eigenen Leistungsschutzrecht partizipiert, die aktuellen Vorteile und Auswirkungen dieses Leistungsschutzrechts in Erfahrung gebracht und reflektiert, welche Lehren Buchverlage daraus ziehen können.

Mitten in der Digitalisierung | 18. März 2022

Digitalisierung ist – und bleibt – Alltag für Verlage – ob sie wollen oder nicht. Während einige Verlage zu Treibern der Digitalisierung geworden sind, gehen andere mit den Entwicklungen eher reaktiv um. So sind die Erfahrungen und Wege der Verlage sehr unterschiedlich. Die dritte Jahresfachtagung der Initiative Verlegerrecht beschäftigte sich mit den digitalen Veränderungen und Entwicklungen in den Verlagen. Es ging um Chancen digitaler Perspektiven, aber auch um das Hinterfragen von Aufwand und Nutzen digitaler Entwicklungen. Dabei sollte versucht werden, eine Bandbreite verschiedener Modelle und Möglichkeiten darzustellen und auszuloten, welche rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte und Anforderungen für eine zukunftsstarke Verlagswelt notwendig werden. Diesen Themen wurde mit verschiedenen Referent/-innen in drei Abschnitten nachgegangen.

Können Open Access und OER Treiber für Innovationen sein? | 2. Februar 2022

Andreas Klinkhardt (Verleger Verlag Julius Klinkhardt KG) und Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag GmbH) im Gespräch.

Open Access und Open Educational Resources stellen Verlage vor große Herausforderungen. Diese Publikationsformen berauben sie wesentlicher Pfeiler ihrer Geschäftsmodelle.

In diesem Gespräch wurde auch der Frage nachgegangen, ob – und wenn ja – welche Chancen zu innovativen Veränderungen in offenen Angebotsformen liegen können und welche Erfahrungen dazu vorhanden sind. Dabei ist auch zu diskutieren, in welcher Weise sich aus dem verlegerischen Alltag mit Open Access Änderungen für das Urheberrecht und andere Rechtsbereiche ergeben.

NFTs: Aktuelle Entwicklungen und Use-Cases für Verlage | 1. Dezember 2021

Im Kontext digitaler Inhalte kommt man derzeit an den Phänomenen „Blockchain“ und „NFTs“ kaum vorbei. NFTs können jedoch nicht nur im Bereich der Kryptoart, sondern auch im Bereich der Wortkunst künftig eine relevante Rolle spielen.

Im Gespräch mit John Ruhrmann (Geschäftsführer Bookwire und Creatokia GmbH) wurde über die Hintergründe der Blockchain-Technologie und das Phänomen der „NFTs“ (= „Non-Fungible Tokens“) aufgeklärt. Schwerpunkt des Austauschs war dabei, welche konkreten Nutzungsmöglichkeiten NFTs Verlage wirklich bieten können. Diese reichen von digitalen Originalen als neue Verlagsprodukte bis hin zur Schaffung von Communities, die Verlage im Rahmen der Finanzierung, Herstellung und Vermarktung von Produkten unterstützen können.

Neues Urhebervertragsrecht: Angemessene Vergütung, Auskunftspflicht und Rechtekatalog | 3. November 2021

Frau Dr. Kerstin Bäcker von Lausen Rechtsanwälte stellte die wichtigsten Anpassungen und Neuerungen des letzten Reformpakets des Urheberrechts vom 7. Juni 2021 zu folgenden Aspekten vor: Angemessene Vergütung sowie Hintergründe, Ausgestaltung und Ausnahmeregelungen zu der neuen gesetzlichen Auskunftspflicht gegenüber Urhebern und ausübenden Künstlern. Ein weiteres Thema war die Anpassung des Rechtekatalogs, welche infolge des Urheberdiensteanbietergesetzes (UrhDaG) vorgenommen werden sollte.

Im Gespräch mit Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Ernst Klett Verlag GmbH) wurde im Anschluss der konkrete Handlungsbedarf für Verlage weiter vertieft.

Verlegerrecht: Wofür braucht man es im Verlagsalltag? | 7. Oktober 2021

Ein Gespräch zwischen Dr. Kerstin Bäcker (Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht Lausen Rechtsanwälte) und Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag) über Bedeutung, Unterschiede und Auswirkungen im Verlagsalltag zwischen abgeleitetem Urheberrecht und Verlegerrecht. Dabei ging es auch um die Gestaltung gesetzlicher Vorgaben für künftige Geschäftsmodelle oder die Frage, ob ein Verlegerrecht die Nutzung gemeinfreier Werke beeinträchtigen würde. 

Über die Notwendigkeit und Chancen von Buchmessen | 7. Juli 2021

Vor Corona ist nach Corona – das gilt (auch) nicht für die nächsten Buchmessen. Wir alle haben die analogen Messen mit den persönlichen Treffen, den zufälligen Begegnungen und lebhaften Veranstaltungen sehr vermisst und hoffen, dass mit der Frankfurter Buchmesse im Oktober ein erster Schritt zurück in unser gewohntes „Normal“ gemacht werden kann. Für die Leipziger Buchmesse, die wegen Corona nun schon zwei Mal nicht stattfinden konnte, sind die Herausforderungen nochmal andere als in Frankfurt. Das Leipziger Lesefest braucht die Messe, Leseförderung und Bildung sind Schwerpunkte ebenso wie die Manga-Comic-con, die das analoge Umfeld und die Interaktion mit dem Publikum brauchen. Digitale Angebote sind möglich, ersetzen aber nicht die persönlichen Anwesenheiten. 

Mit Corona bedingten Hygiene-Bestimmungen so viel Nähe wie möglich zuzulassen, eine hybride Messe zu gestalten, für Aussteller und Besucher attraktive Angebote bereitzustellen und den Schulterschluss zu schaffen mit den Verlagen, dem Buchhandel, den Kulturschaffenden und den Besuchern – darum ging es im Gespräch von Renate Reichstein mit dem Direktor der Leipziger Buchmesse, Herrn Oliver Zille.

Herr Zille freute sich über Fragen und Feedback, wollte aber auch die Wünsche und Erwartungen hören, die aus dem Kreis der Teilnehmer kommen. 

Die Zukunft des Verlegens | 9. Juni 2021

Am 20. Mai 2021 hat der Deutsche Bundestag in dritter Lesung das Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes angenommen. Damit geht fürs Erste ein jahrelanges Ringen um einen Interessens- und Positionsausgleichs zwischen Nutzer:innen, Urheber:innen und den Anbietern verschiedener Verwertungs- und Nutzungsstufen von Rechten zu Ende. Für viele Buchverlage spielte dabei eine große Rolle wieder an den Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen partizipieren zu können, die seit der Reprobel-Entscheidung des EuGH im Jahr 2015 und in der Folge des sog. „Vogel-Urteil“ des BGH im April 2016 höchstrichterlich verneint worden waren. 

Mit der zweiten Fachtagung zu den Leistungen der Verlage haben wir eine Bestandsaufnahme des Erreichten vorgenommen und dabei sowohl den Kontext der deutschen Gesetzgebung betrachtet als auch die europäische Perspektiven berücksichtigen. Diese Aspekte standen im Mittelpunkt unseres ersten Themenblocks. 

Im zweiten Teil ging es um die immer wichtiger werdenden Positionen von Verwertungsgesellschaften. Werden kollektive Vergütungsmodelle weiter zunehmen, weil der Gesetzgeber den Konflikt um Nutzungen und angemessene Honorierungen vor allem digitaler Angebote zwischen User:innen, Urheber:innen und Anbietern nur auf einem solchen Weg zu regeln meint? 

In welcher Weise werden die jetzt beschlossenen Gesetzänderungen das Verhältnis zwischen Verlagen und Autorenschaft tangieren und ggf. verändern, fragte der dritte Teil. 

Im vierten Themenblock wurde auf urheberrechtliche und medienrechtliche Aspekte künstlicher Intelligenz eingegangen und ein Ausblick auf wichtige und notwendige verlegerische Positionen für die kommende Legislaturperiode gegeben. 

Referenten: 

  • Christian Sprang (Börsenverein)
  • Matthias Lausen (Lausen Anwälte)
  • Peter Kraus vom Cleff (Federation of European Publisher)
  • Carlo Lavizari (Lenz Caemmerer, Advokatur und Notariat)
  • Peter Haag (Kein & Aber)
  • Philipp Tingler (Autor)
  • Giso Schierenberg (Springer Natura)
Selfpublishing – Verlagsleistungen aus einer Hand? | 5. Mai 2021

Herr Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag GmbH) im Gespräch mit Jasmin Zipperling (Autorin, Bloggerin, Selfpublisherin) 

Das digitale Zeitalter eröffnet Urheberinnen und Urhebern viele Möglichkeiten, eigene Werke unabhängig von Verlagsstrukturen öffentlich zugänglich zu machen. So ist eine eigene Welt an gedruckten und digitalen Titeln entstanden, die auf ganz verschiedenen Absatz- und Angebotswegen erhältlich sind. Sind Selfpublisher einzelkämpfende Allrounder, die den Verlagen beweisen wollen, dass es auch anders geht? Wo holen sich Selfpublisher Unterstützung und in welcher Weise reagiert die Verlags- und Buchhandelswelt auf diese Angebote? Oder sind die Grenzen zwischen Selfpublishing und Verlagen fließend? 

Das Gespräch sollte auch herausfinden, in welcher Weise verlegerische Rechte Selfpublishern zustehen und welchen Erwartungen seitens der Selfpublisher an die Verlagswelt bestehen. 

Einsatz von künstlicher Intelligenz in Verlagen | 7. April 2021

Im moderierten Gespräch mit Frau Michaela Philipzen (ehemalige Technische Leitung / CTO Ullstein Buchverlage) und Frau Dr. Stephanie Trinkl (Vice President Legal IP/IT  Holtzbrinck Publishing Group) ging es um verschiedene Einsatzgebieten für künstliche Intelligenz in Verlagen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Einsatz von KI im kreativen Schaffensprozess, bei der Kuratierung von Inhalten (Stichwort Voraussage und Optimierung von Abverkäufen/Bestsellern) und deren mögliche Auswirkungen auf die Stellung von Verlagen. Moderation: Dr. Kerstin Bäcker

Gesetzliche Schrankenbestimmungen: Gibt es eine Tendenz zur Kollektivierung des Urheberrechts? | 4. November 2020

Ein Gespräch zwischen Dr. Robert Staats (Geschäftsführender Vorstand VG WORT) und RA Dr. von Bernuth (Mäger von Bernuth, Rechtsanwälte Partnerschaft mbB) zu den Entwicklungen der kollektiven Rechtewahrnehmung und deren Auswirkungen auf Urheber und Verlage. Moderation: Dr. Kerstin Bäcker (Lausen Rechtsanwälte).

Verlegerrecht: Wofür bracht man es im Verlagsalltag? | 7. Oktober 2020

Am 7.10.2020 um 17:00 Uhr fand das dritte digitale Meeting der Mittwochsreihe „Was Verlage leisten – Die Zukunft des Verlegens“ statt.

Das Thema der Veranstaltung lautete: 

Verlegerrecht: Wofür bracht man es im Verlagsalltag?

Ein Gespräch zwischen Dr. Kerstin Bäcker (Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht Lausen Rechtsanwälte) und Dr. Ilas Körner-Wellershaus (Verlagsleiter Ernst Klett Verlag) über Bedeutung, Unterschiede und Auswirkungen im Verlagsalltag zwischen abgeleitetem Urheberrecht und Verlegerrecht. Dabei ging es auch um die Gestaltung gesetzlicher Vorgaben für künftige Geschäftsmodelle oder die Frage, ob ein Verlegerrecht die Nutzung gemeinfreier Werke beeinträchtigen würde. 

Leistungen der Verlage und ihre Absicherung | 28. Mai 2020
Am Donnerstag, 28. Mai 2020 fand von 10.00 bis 13.00 Uhr via „Zoom“ die Fachtagung „Leistungen der Verlage und ihre Absicherung“ statt. 
 
Die in drei Segmente geteilte Tagung befasste sich zunächst mit den Aspekten der eigenständigen Verlagsleistungen, die neben den geschützten Rechten der Urheber ent- und bestehen (10:00 bis 11:00 Uhr). Verleger beschrieben die Leistungen ihrer Verlage jenseits der Urheberleistungen in den Sparten Belletristik, Ratgeber, Kinder- und Jugendbuch sowie Schulbuch. Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich der rechtshistorischen Betrachtung der Verlagsleistung und ordnet die gegenwärtige Rechtslage in diesen Zusammenhang ein (11:00 bis 11:40). Die letzte Stunde war der möglichen Absicherung der Leistung der Buchverlage auf rechtlicher Ebene vorbehalten (11.40 bis 13:00 Uhr). Ziel dieser Veranstaltung, die bereits für die Leipziger Buchmesse geplant war, war es, die interessierte Fach-Öffentlichkeit auf die Leistungen der Verlage und deren Absicherung aufmerksam zu machen und damit dieses Thema einer breiten juristischen Diskussion zuzuführen. Nicht zuletzt durch das EuGH-Urteil im Fall Reprobel (November 2015) und das Urteil des BGH im Fall Vogel (April 2016) zur Frage der Beteiligungen der Verlage an gesetzlichen Vergütungsansprüchen erhält diese Fragestellung große Bedeutung. Besonders auch vor dem Hintergrund zukünftiger digitaler Entwicklungen, Verwertungsformen und deren Lizensierung bedarf es einer vertiefteren Betrachtung der Situation der Verlage und deren rechtlicher Schutzmöglichkeiten.

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