Donnerstag, 30. September 2021

Bundestagswahl 2021: Das erwarten die deutschen Bildungsmedienverlage von der neuen Regierung

Die im Verband Bildungsmedien e. V. organisierten Bildungsmedienverlage entwickeln im Dialog mit Politik, Lernenden und Lehrenden qualitativ hochwertige, lehrplangerechte und aktuelle Bildungsmedien. Für die Bundestagswahl 2021 und die 20. Legislaturperiode haben sie 5 zentrale Handlungsempfehlungen formuliert.

Die Bildungsmedienverlage sind verlässliche Partner der Lehrenden und begleiten diese stets und nicht erst seit Beginn der digitalen Transformation in der Schule mit zeitgemäßen, multimedialen Materialien für den täglichen Unterricht.

Auch außerhalb der schulischen Bildung spielen Bildungsmedien eine zentrale Rolle, wie etwa bei der frühkindlichen Bildung, der Aus- und Weiterbildung sowie bei privaten Lehrangeboten. Immer gilt: Die Verlage sind zuständig für die pädagogisch passgenaue Gestaltung von Lerninhalten, die die Lernenden entlang ihrer gesamten Bildungsbiografie begleiten.

Handlungsempfehlungen für die Bundestagswahl 2021 und die 21. Legislaturperiode

Um Lehrende und Lernende mit qualitativ hochwertigen Bildungsmedien versorgen zu können, bedarf es eines wirksamen Schutzes des geistigen Eigentums. Ein eindeutiges und durchsetzungsstarkes Urheberrecht stellt sicher, dass Autor/‑innen und Verlage eine leistungsgerechte Vergütung erhalten. Die tausende digitalen Produkte und Lernmedien, die die Bildungsmedienverlage anbieten, bedürfen dabei eines ebenso wirksamen urheberrechtlichen Schutzes wie analoge Produkte.

Die Finanzierung professioneller, qualitätsgesicherter Bildungsmedien muss nachhaltig sein. Deutschland braucht keine konstanten, sondern steigende Bildungsetats. Wesentliche zusätzliche Mittel werden für die Digitalisierung der Bildung benötigt.

Bund, Länder und Kommunen sind gemeinsam verantwortlich für ein zukunftsfähiges und -gerechtes Bildungssystem und den Einsatz der hierfür erforderlichen Steuergelder. Sie müssen auch für eine gelingende Digitalisierung in der Bildung die Verantwortung übernehmen: Es bedarf eines Konsenses über die erforderliche Ausstattung der Schulen und es muss Einigkeit über die Erfordernisse der Interoperabilität der IT-Systeme erzielt werden.

In den Schulen, Hochschulen und anderen Lernorten müssen ausreichend Mittel und Kapazitäten bereitstehen, um demokratische Bildung und Teilhabe aller flächendeckend zu ermöglichen. Demokratische Bildung muss in den Lernplänen der Bundesländer verstärkt verankert und die Demokratiepädagogik verbindlich in die Aus- und Fortbildungen von Lehrkräften integriert werden.

Bundestag und Bundesregierung müssen die Modernisierung der Beruflichen Bildung forcieren und schnellstmöglich konkrete Maßnahmen einleiten. Die Attraktivität der Beruflichen Bildung im Vergleich zum akademischen Studium sollte beispielsweise durch eine frühzeitige Berufsorientierungsberatung verdeutlicht werden. Berufsbilder müssen laufend an die neuen Anforderungen im Rahmen der Digitalisierung angepasst werden, um Attraktivität und Nutzwert der Beruflichen Bildung zu erhöhen.

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