Forum Unterrichtspraxis 2024

Veranstaltungsreihe zu Lernmethodik, Schulorganisation und Didaktik im Rahmen der Leipziger Buchmesse
  • 21. bis 24. März 2024

  • Leipzig

Das Forum Unterrichtspraxis richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, Eltern und alle an Bildung Interessierten:

Rund 20 Veranstaltungen behandeln lernmethodische Fragen über schulorganisatorische Belange bis hin zu didaktischen Lösungsansätzen für den Unterricht.

Lehrerinnen und Lehrer können dabei Anregungen für die eigene Unterrichts­gestaltung finden und mit den Referent/-innen über neue Konzepte und Modell­projekte diskutieren. Die Themen reichen 2024 von Demokratieerziehung bis Digitalisierung in der Schule, von Lernforschung, Methoden und Konzepten bis hin zu Lehrkräftegesundheit und professionellem Selbstverständnis.

Rückblick: Forum Unterrichtspraxis 2023

Sie finden das Forum Unterrichtspraxis 2024 auf der Leipziger Buchmesse in Halle 2, Stand B203. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Forum Unterrichtspraxis ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Programm

21. März 2024

Starke Lehrkräfte – Wie Lehrkräfte Spannungsfeldern angemessen begegnen und sich eine Position der Handlung und inneren Stärke erarbeiten können

Donnerstag, 21. März 2024, 11.00 bis 11.45 Uhr

Wie können Lehrerinnen und Lehrer im heutigen Umfeld gestärkt werden? Die Seminarreihe „Starke Lehrkräfte“ stellt in den vier Modulen „Persönliche Positionierung“, „Gesprächsführung“, „Ressourcenorientierte Klassenführung“ und „Team und Organisation“ anregende Impulse sowie wirkungsvolle Strategien und Werkzeuge im Umgang mit aktuellen Herausforderungen vor. Lehrkräfte werden in erster Linie als Führungsperson betrachtet, die in ihren Führungsaufgaben gefordert und gefördert werden müssen und auf deren Kompetenzen unsere Gesellschaft angewiesen ist.  Damit Lehrkräfte stärker und handlungsfähiger werden, ist es zudem wichtig, ihre Persönlichkeit in die Arbeit mit einzubeziehen. Hierzu zählt beispielsweise die Erschließung der persönlichen Kraftquelle und das Wissen über den Ursprung ihrer Vision als Lehrkraft.

Saskia Blum, Kommunikationsdesignerin, Psychotherapeutin und Coach

Diagnostik und adaptive Förderung von Lesekompetenz mittels (KI-)Sprachtechnologie

Donnerstag, 21. März 2024, 12.00 bis 12.45 Uhr

Daniel Iglesias plädiert für einen umsichtigen Ansatz, der sich sowohl am Wohl der Kinder orientiert als auch traditionelle Lernmethoden berücksichtigt, die durch KI-Lösungen unterstützt werden. Wichtig ist ihm, dass die Rolle der persönlichen Interaktion und der emotionalen Begleitung durch die Lehrkräfte immer im Mittelpunkt steht.

Am praktischen Beispiel des LautLeseTutors (LaLeTu) von Digi Sapiens und dem Ernst Klett Verlag stellt Daniel Iglesias, Gründer und CEO von Digi Sapiens, einen innovativen Weg zur Förderung der Lesekompetenz in der Schule vor. Als Unternehmer, Vater und Ehemann einer Lehrerin ist er sich der Verantwortung im Umgang mit KI bewusst.

Daniel Iglesias, Gründer und CEO von Digi Sapiens – Digital Learning GmbH

Begeisterung wecken. Eine Anleitung zu transformativem Lehren und Lernen

Donnerstag, 21. März 2024, 13.00 bis 13.45 Uhr

Begeisterte Schülerinnen und Schüler – nur eine Utopie? Das muss nicht so sein. Faszination für die Unterrichtsinhalte kann gezielt gefördert werden. Methoden des transformativen Lernens bereiten den Weg dahin: Ein den eigenen Erfahrungshorizont betreffendes und damit die Person veränderndes Lernen lässt sich systematisch anregen. Schon kleine Schritte verändern das gesamte Klassenklima. Der Vortrag zeigt, mit vielen Beispielen, wie das gehen kann.

Dr. Douglas Yacek, wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der TU Dortmund, Lehrpreis der Hochschule 2021, zahlreiche Workshops und Fortbildungen zum Thema für Lehrerinnen und Lehrer

Künstliche Intelligenz: Mit KI zu leidenschaftlicher Bildung

Donnerstag, 21. März 2024, 14.00 bis 14.45 Uhr

Mit ChatGPT hat die Zukunft der Schule begonnen. Digitale Assistenten revolutionieren Lehren und Lernen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Abgabe von Routinetätigkeiten an die neuen Werkzeuge eröffnet einen Freiraum für Lehrende und Lernende, die sich endlich dem eigentlichen Ziel von Bildung, nämlich der Entdeckung und Förderung von Talenten bzw. Neigungen widmen können. Damit leitet KI – anders als Viele meinen – einen längst fälligen Abschied vom entpersonalisierenden, fabrikmäßigen Fließbandlernen des Industriezeitalters ein und macht es möglich, dass wir unsere innere Berufung entdecken und ihr folgen. Eine radikale Neuausrichtung von Schule und Bildung durch eine kreative Verschränkung von analogem und digitalem Lernen ist erforderlich. Prof. Dr. Olaf-Axel Burow zeigt, wie das in der Schule der Zukunft umgesetzt werden kann.

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow lehrt Allgemeine Pädagogik an der Universität Kassel und ist Autor zahlreicher Fachbücher zu Pädagogik, Organisationsentwicklung und Kreativitätsforschung (zuletzt „#Schule der Zukunft. Sieben Handlungsoptionen“, 2021). Er berät Bildungseinrichtungen im In- und Ausland, aber auch DAX-Unternehmen in Change-Prozessen (www.olaf-axel-burow.de).

Informationssicherheit und Cybersicherheit im Bildungskontext

Donnerstag, 21. März 2024, 15.00 bis 15.45 Uhr

Bildungseinrichtungen, Lehrende, Lernende – aufgepasst!

In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Daten in der digitalen Bildung sicher schützen können. Wie navigieren Sie sicher in der digitalen Welt, nutzen die Vorteile des Internets und profitieren von digitaler Bildung? Awareness-Coach und Datenschutzbeauftragte Kerstin Armbrust gibt Ihnen konkrete Lösungen und Handlungsempfehlungen, wie Sie sicher bleiben und sich vor Cyberbedrohungen schützen. So können Sie die Chancen der digitalen Bildung voll ausschöpfen – auch die neuen Chancen der künstlichen Intelligenz. So bleiben Ihre Daten (persönliche und berufliche) sicher, und das Wissen steigt.

Kerstin Armbrust, Awareness-Coach im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit und Vorstandsmitglied im Berufsverband für Onlinebildung

Grundlagen der Genderdebatte und ihre Einbettung in die unterrichtliche Sprachbetrachtung

Donnerstag, 21. März 2024, 16.00 bis 16.45 Uhr

Das Genderthema wird im Deutschunterricht meist als Diskussions- bzw. Erörterungsthema aufgegriffen, bietet aber auch einen wunderbaren Zugang zur Sprachbetrachtung. Ausgehend von zentralen Aspekten der Genderdebatte wird gezeigt, wie man die Schülerinnen und Schüler für scheinbar trockene Grammatikthemen wie Laut-Buchstaben-Zuordnung, Wortbildung und Grammatik interessieren, aber auch zu Themen wie Sprachgeschichte, Pragmatik oder Sprachpolitik hinführen kann.

Dr. Stefan Schäfer, Schulbuchautor


22. März 2024

Schulen im Wandel: Nachhaltigkeit und Demokratiebildung als Wegbereiter für moderne Bildungskonzepte

Freitag, 22. März 2024, 11.00 bis 11.45 Uhr

In diesem interaktiven Vortrag werden Sie einen Einblick erhalten, wie die Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im schulischen Kontext in der Praxis aussehen kann. Erfahren Sie, wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) effektiv in den schulischen Alltag integriert und Teil des täglichen Lernens werden können. Darüber hinaus werden Good-Practice-Beispiele vorgestellt, die veranschaulichen, wie die Verknüpfung von BNE und Demokratiebildung eine Kultur der Beteiligung erzeugen kann, in der eine kollaborative und partizipative Schulentwicklung tatsächlich möglich wird.

David Salim, Bildungsreferent und Geschäftsführer, MyGatekeeper

Sprache wirkt. Rhetorik für Lehrkräfte

Freitag, 22. März 2024, 12.00 bis 12.45 Uhr

Ob vor der Klasse, vor dem Lehrerkollegium, am Elternabend oder als Fortbildner – mit diesem rhetorischen Handwerkszeug werden Sie in der Lage sein, Menschen für Ihr Anliegen zu begeistern. Sie erfahren, wie Sie Ihren Unterricht, Ihre Vorträge, Ihre Präsentationen so aufbereiten, dass Ihnen die Menschen gerne zuhören.

Im Seminar erfahren Sie

  • wie Sie so sprechen, dass Ihre Zuhörer an Ihren Lippen kleben
  • die drei körpersprachlichen Parameter, die Ihren Worten mehr Gewicht verleihen
  • wie Sie Sicherheit ausstrahlen, obwohl Sie sich vielleicht nicht immer danach fühlen
  • wie Sie in Bildern sprechen
  • wie Sie Medien professionell einsetzen
  • wie Sie als Lehrerpersönlichkeit ernst genommen werden.

Thomas Burger, Sprachwissenschaftler, Rhetoriktrainer, Gymnasiallehrer

Demokratisch bedeutet auch diskriminierungskritisch: Ideen für einen diskriminierungssicheren Klassenrat

Freitag, 22. März 2024, 13.00 bis 13.45 Uhr

Diskriminierung geht uns alle an. Sie passiert jeden Tag, überall und macht auch vor der Schule nicht halt. Deshalb ist es wichtig, Räume zu schaffen, in denen Diskriminierung besprechbar gemacht werden kann. Der Klassenrat kann zu einem dieser Räume werden. In diesem Vortrag stellen wir vor, wie ein „Diskriminierungskritischer Klassenrat“ in der Schule initiiert und diskriminierungskritisch und diversitätssensibel gestaltet werden kann. Es werden Praxistipps, individuelle Geschichten und Denkanstöße gegeben, sowie Räume zum Aushandeln, Besprechen und gemeinsamen Üben und Lernen.

Mytree Delfs und Hannah Schulz, Projektkoordinator*innen für das Teilprojekt „Diskriminierungskritische Schulentwicklung“ im Kompetenznetzwerk „Demokratiebildung im Jugendalter“

Frühkindliche Bildung und Grundschulbildung in Sachsen: Auf den Anfang kommt es an!

Freitag, 22. März 2024, 14.00 bis 14.45 Uhr

Bildungsstudien – wie zuletzt PISA 2022 – unterstreichen: Frühkindliche Bildung und ein guter Start ins Schulleben sind ganz entscheidend für den weiteren erfolgreichen Bildungsweg von Kindern.

Auch in Sachsen gilt deshalb: Auf den Anfang kommt es an! Familien, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sind hier gefragt, um Kinder von klein auf im Sinne ganzheitlicher Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung zu unterstützen und gezielt zu fördern.

Systematische sprachliche Bildung sowie die Entwicklung von Vorläuferfähigkeiten für den Erwerb basaler Kompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) sind dabei ebenso im Blick wie die Förderung im sozial-emotionalen Bereich und die Integration von Kindern mit Behinderungen oder von Kindern mit Migrationshintergrund. Bildungs- und Erziehungsprozesse sind dabei so zu gestalten, dass sie die individuellen Lernausgangslagen berücksichtigen.

Vieles ist in den letzten Jahren bereits entwickelt und etabliert worden. Aber Erfahrungen zeigen auch: Bildungsprozesse müssen insgesamt noch stärker als bisher schon im Kita-Alter beginnen und vom Kind her gedacht in institutionenübergreifender Zusammenarbeit miteinander verwoben werden (z. B. Schulvorbereitung und Schuleingangsphase).

Was ist in Sachsen bereits etabliert? Womit gibt es bereits gute Erfahrungen? Wo sind weitere Handlungs- und Entwicklungsschwerpunkte für die nächsten Jahre? Wie kann die Qualität frühkindlicher Bildungs- und Erziehungsprozesse weiterentwickelt und gesichert werden? Und was kann den erfolgreichen Übergang von der Kita in die Grundschule noch befördern?

Welche Erfahrungen und Erwartungen gibt es aus Sicht von Erzieherinnen und Erziehern und von Lehrkräften? Welche Unterstützung brauchen Eltern und Familien?

Fragen wie diese sollen in dem Podiumsgespräch aus verschiedenen Perspektiven diskutiert werden.

  • Christian Piwarz, Sächsischer Staatsminister für Kultus
  • Gerhard Brand, Bundesvorsitzender Verband Bildung und Erziehung
  • Carmen Dreßler, Leiterin der Kita Regenbogen in Königsbrück
  • Petra Golisch, Programmleiterin beim Finken-Verlag in Oberursel
  • Heike Peter, Schulleiterin der Grundschule Juri Gagarin in Königsbrück

Moderation: Christoph Pienkoß, Geschäftsführer Verband Bildungsmedien e. V.

Das Leben zwischen Influencern und TikTok-Videos. Das Phänomen der Social-Media-Faszination und mögliche Integration in den Schulalltag

Freitag, 22. März 2024, 15.00 bis 15.45 Uhr

Social Media ist ein Phänomen, das in die Familien und den Schulalltag Einzug gehalten hat. Schüler/-innen sind omnipräsent online, recherchieren, tauschen sich über Social-Media-Kanäle aus. Das Leben findet überwiegend „social“ statt. Ihre Vorbilder finden sich auf TikTok, Instagram und YouTube, die Kommunikation und das soziale Leben werden über online umgesetzt und „Influencer“ ist ein häufiger Berufswunsch. Ein Lebensraum, den nicht alle Lehrer/-innen nachvollziehen können. Im Rahmen eines kurzen Inputs wird das Phänomen der Social-Media-Lebenswelt beleuchtet, die Kanäle beschrieben und eine sinnvolle Integration in den Schulalltag angeregt.

Dr. Marie Huchthausen, Business Academy Ruhr GmbH

Preisverleihung „Bildungsmedien des Jahres 2024“

Freitag, 22. März 2024, 16.30 bis 18.00 Uhr

In diesem Jahr zeichnet das Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) Lehrwerke für die Grundschule in den Kategorien Sprachen, Sachunterricht und Mathematik aus.

Seit 2012 würdigt das GEI jährlich Herausgeber*innen und Autor*innen für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Bildungsmedien. Prämiert werden schulische Bildungsmedien, die Mut zu inhaltlichen, didaktisch-methodischen und gestalterischen Innovationen zeigen und den Anforderungen des kompetenzorientierten und digitalen Lernens in besonderer Weise gerecht werden.

Die Preisverleihung „Bildungsmedien des Jahres 2024“ steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.

Weitere Informationen unter: https://www.gei.de/wissenstransfer/preise/bildungsmedien-des-jahres


23. März 2024

Zwischen den Welten: Filterblasenkinder verstehen und unterstützen

Samstag, 23. März 2024, 11.00 bis 11.45 Uhr

Es gibt Kinder und Jugendliche, die in eine weltanschauliche „Filterblase“ hineingeboren wurden. Gerade die Coronapandemie hat diese Problematik deutlich vor Augen geführt: Da gab es überzeugte Verschwörungsgläubige, die ihre Kinder monatelang nicht mehr zur Schule schickten oder die sich von dem gesamten bisherigen Umfeld abwandten und sich einer Gruppe oder einem Guru anschlossen. Was bedeutet es für junge Menschen, wenn sie in derartigen Überzeugungssystemen aufwachsen? Was geschieht, wenn sie beispielsweise in der Schule mit Werten und Normen der Gesellschaft in Kontakt kommen, die dazu in starkem Kontrast stehen? Wie können insbesondere Lehrkräfte mit herausfordernden Situationen sensibel und verständnisvoll umgehen?

Dr. Sarah Pohl, Diplom-Pädagogin, systemische Paar- und Familienberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, leitet die Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen des Landes Baden-Württemberg (ZEBRA/BW)

Mirijam Wiedemann hat gymnasiales Lehramt in den Fächern Englisch, Geschichte und katholische Theologie studiert, Leiterin der Geschäftsstelle für gefährliche religiös-weltanschauliche Angebote am Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Digitale Medien kreativ einsetzen

Samstag, 23. März 2024, 12.00 bis 12.45 Uhr

Mithilfe von Tablets und Apps können Lehrkräfte gestalterische Freiräume schaffen – unabhängig vom Fach.

Sie lernen eine Reihe von Apps und Online-Lösungen kennen, die Ihnen die Arbeit im Unterricht erleichtern und die Sie beim differenzierten Unterrichten unterstützen können. Praxisnah berichtet der Referent aus dem eigenen Unterricht und zeigt die Nutzung der Programme im Einzelnen auf. Über das Bereitstellen von Übungen, bis hin zur individuellen Förderung erhalten Sie einen umfangreichen Überblick von dem, was durch den Einsatz digitaler Medien möglich ist.

Paul Rieger, Grund- und Hauptschullehrer im Raum Tübingen, setzt Tablets seit fünf Jahren in seinem Unterricht fächerübergreifend ein. Er ist Schulbuchautor und Herausgeber im Bereich Medienbildung und berät Schulen in ganz Deutschland zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

Fast Fashion und Modekonsum – Probleme und Lösungsansätze im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Samstag, 23. März 2024, 13.00 bis 13.45 Uhr

Fast Fashion begegnet Jugendlichen alltäglich bei ihrem Modekonsum. Daher sind die ökologischen und sozialen Probleme entlang globaler Lieferketten bewusst zu machen. Vor allem aber gilt es, Lösungsansätze im Zusammenhang mit einer Slow Fashion aufzuzeigen, die mit einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umdenken einhergehen. Der Vortrag gibt Anregungen, wie das Thema im fächerverbindenden Unterricht als Beitrag zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann.

Prof. Dr. Christiane Meyer, Leibniz Universität Hannover, Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Didaktik der Geographie

KI – ein Hype, der bleibt!

Samstag, 23. März 2024, 14.00 bis 14.45 Uhr

KI ist nicht erst seit dem Start von ChatGPT in aller Munde und medial omnipräsent. Doch mit den vielfältigen Möglichkeiten entstehen für Lehrende auch neue Herausforderungen. Dies scheint aber erst der Anfang einer rasanten Entwicklung, die Umdenken und neue Methodik erfordert.

Der Oberstudienrat Florian Nuxoll geht davon aus, dass Künstliche Intelligenz unsere Bildungsvermittlung grundlegender verändern wird als jegliche Innovation seit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht. Er wird erläutern, wie KI das Lehren und Lernen revolutioniert. Auch geht es darum, welche Auswirkungen auf die Inhalte einzelner Schulfächer zu erwarten sind. Ins Zentrum rückt die Frage: „Was muss in Schule und Ausbildung noch gelernt werden?“

Florian Nuxoll, Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen

Positive Lernhaltungen aufbauen – Wie Schüler/-innen lernen, (wieder) gern zu lernen

Samstag, 23. März 2024, 15.00 bis 15.45 Uhr

Muss man sich an verweigernde oder störende Schüler/-innen gewöhnen und hoffen, dass es von allein besser wird? Visnja und Andreas Lauer begannen im Jahr 2010 ein Konzept zu erarbeiten, um störungsfreien Unterricht möglich zu machen. Das Ergebnis ist ein Interventionskonzept, gegründet auf wissenschaftlichen Grundlagen, das bei Schüler/-innen die Liebe zum Lernen anstößt und bei Lehrer/-innen die Freude am Lehren. Die Referentin und der Referent geben einen Überblick über das gesamte Konzept. Sie erläutern, weshalb es tatsächlich funktioniert und wie erste konkrete Schritte unterrichtstauglich umgesetzt werden können. Nähere Informationen unter: http://www.lauer-lauer.info/

Visnja Lauer, Therapeutin für AD(H)S, Verhaltens- und Lernstörungen, Supervisorin und Fortbildnerin
Andreas Lauer, Abteilungsleiter Mittelstufe, Gesamtschule


24. März 2024

Antirassismus im Schulalltag (vor)leben

Sonntag, 24. März 2024, 11.00 bis 11.45 Uhr

Wer gegen Rassismus ist, ist antirassistisch – oder? Nicht ganz! Es geht vielmehr um die aktive Dekonstruktion rassistischer Strukturen. Auch Schule und Unterricht sind strukturell rassistisch geprägt. Um als Lehrkraft, Pädagog/-in oder Sozialarbeiter/-in antirassistisch zu handeln, gilt es zunächst, das System zu verstehen.

Anhand anschaulicher Situationsbeispiele, Reflektionsaufgaben, Handlungsoptionen und weiterführender Impulse zeigen wir, wie Sie diskriminierende Situationen erkennen, darin sensibler reagieren und ihnen vorbeugen. So wird Schule langfristig zu einem lebenswerteren Ort für alle!

Die Veranstaltung wird folgende Themen behandeln: Wie äußern sich Rassismus und institutionelle Diskriminierung in der Schule? Welche Rolle spielt unsere Sprache? Wie arbeite ich diskriminierungssensibel mit dem Schulbuch? Woran erkenne ich rassismuskritisches Unterrichtsmaterial?

Anna Lena Lutz, Grundschullehrerin, Bloggerin (Colorful Classroom)

Resilienz – mehr Belastbarkeit im (Schul-)Alltag. Impulse zur Ressourcenaktivierung und Selbstreflexion

Sonntag, 24. März 2024, 12.00 bis 12.45 Uhr

Um negativen Auswirkungen von Überlastung möglichst frühzeitig entgegenzuwirken, müssen wir lernen, unsere ganz persönlichen Ressourcen (wieder) zu aktivieren. Es geht also um das Wissen und Erkennen der eigenen Kraftquellen, Ventile und Rückzugsorte. Dieser Vortrag beleuchtet verschiedene Möglichkeiten, wie wir durch resiliente Denk- und Verhaltensweisen und mehr Selbstfürsorge negativem Dauerstress die Stirn bieten können.

Petra Eisenbichler, Dipl. Sportwissenschaftlerin (univ.), Referentin im Gesundheitswesen, Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Strategische Beratung, Konzept- und Angebotsentwicklung, Individuelles Gesundheitscoaching

Künstliche Intelligenz im Schulalltag

Sonntag, 24. März 2024, 13.00 bis 13.45 Uhr

Künstliche Intelligenz (KI) bietet Lehrerinnen und Lehrern neue Tools und Ressourcen für den Schulalltag. Dabei stellen sich viele Fragen: Wie können Lehrkräfte KI-Tools effektiv in den Unterricht integrieren und gleichzeitig eine ausgewogene Balance zwischen Technologie und menschlicher Interaktion bewahren? Was sind Chancen und Herausforderungen von KI-Technologien? Wie kann eine kritische Auseinandersetzung mit KI gefördert werden?

Dr. Katharina Weitz, Erzieherin; Studium der Informatik und Psychologie; Forschung im Bereich Menschzentrierte Künstliche Intelligenz an der Universität Augsburg; vermittelt anschaulich und spielerisch grundlegendes Wissen über Informatik und KI an Jung und Alt. Für dieses Engagement wurde sie 2020 mit dem GI Junior-Fellowship der Gesellschaft für Informatik ausgezeichnet.

Klassenrat – wie geht das?

Sonntag, 24. März 2024, 14.00 bis 14.45 Uhr

Sind Ihnen Wertschätzung, Eigenverantwortlichkeit und Partizipation wichtig? Und möchten Sie diese Werte Ihren Schülerinnen und Schülern lebensnah vermitteln? Dann sollten Sie den Klassenrat kennen lernen und in Ihrer Klasse nutzen. Der Klassenrat stärkt bereits an zahlreichen Schulen die Demokratiefähigkeit und wirkt präventiv gegen Mobbing und Gewalt, indem er Fairness, Verantwortung und Kooperation erfahrbar macht und einübt. In regelmäßigen Gruppensitzungen setzt der Klassenrat direkt am aktuellen Klassengeschehen an und befähigt die Kinder und Jugendlichen, ihre Anliegen – seien es Konflikte, Ideen oder Herausforderungen in der Klassengemeinschaft – gemeinsam und konstruktiv zu bearbeiten. Sie beraten, diskutieren und gestalten so ihr Lern- und Lebensumfeld aktiv mit, damit sich alle wohlfühlen können. In einem Kurzvortrag stellen wir Ihnen Ziele und praktische Herangehensweisen für die Durchführung des Klassenrats vor und beantworten im Anschluss Ihre Fragen.

Eva Blum, Systemische Supervisorin und Schulklassencoach, Pädagogische Beraterin
Dr. Hans Joachim Blum, Dipl. Päd. und Realschulrektor i. R.

ChatGPT, Bild- und Video-KIs: Praktische Anwendung im Schulalltag

Sonntag, 24. März 2024, 15.00 bis 15.45 Uhr

Im interaktiven Workshop bieten wir Lehrkräften eine Gelegenheit, in die Welt der künstlichen Intelligenz einzutauchen. Der Workshop richtet sich an Pädagog/-innen, die daran interessiert sind, die neuesten Technologien im Bildungsbereich zu erkunden und in ihren Unterricht zu integrieren.

Inhalte des Workshops:

  • Einführung in ChatGPT und KI-gestützte Bild- und Videotechnologien: Lernen Sie die Grundlagen kennen und verstehen Sie, wie diese Technologien funktionieren.
  • Praktische Anwendungen im Klassenzimmer: Entdecken Sie, wie ChatGPT und verwandte KI-Tools den Unterricht bereichern, personalisiertes Lernen fördern und administrative Aufgaben erleichtern können.
  • Datenschutz und ethische Überlegungen: Diskutieren Sie wichtige Aspekte des Datenschutzes und der Ethik im Umgang mit KI im Bildungsbereich.
  • Zukunft des Lernens: Erkunden Sie, wie KI das Bildungswesen in den kommenden Jahren prägen könnte.

Marcel Burghardt, Geschäftsführer Social Web macht Schule

Wie kann Unterricht digital unterstützt werden? Wo macht es Sinn? Wie kann eine Balance zwischen digitalen und „herkömmlichen“ Medien hergestellt werden?

Christian Piwarz, Sächsischer Staatsminister für Kultus, war auf der Leipziger Buchmesse 2023 auf dem Forum Unterrichtspraxis zu Gast. Er ist überzeugt: Über methodisch-didaktische Fragen hinaus muss es um eine übergreifende Perspektive der Schulentwicklung gehen hin zu einer Kultur der Digitalität.

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Petra Katharina Reinschmidt
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Petra Katharina Reinschmidt

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Telefon: 069 9866976-11 
E-Mail: reinschmidt@bildungsmedien.de

Auf dem Forum Unterrichtspraxis stehen Fragen der Schulpädagogik, neue didaktische Konzepte zur Unterrichtsverbesserung und Best-Practice-Beispiele im Mittelpunkt. Die Teilnahme ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

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