Forum Unterrichtspraxis 2022

Veranstaltungsreihe zu Lernmethodik, Schulorganisation und Didaktik im Rahmen der Leipziger Buchmesse
  • 17. bis 20. März 2022

  • Leipzig

Das Forum Unterrichtspraxis richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen: Rund 20 Veranstaltungen behandeln lernmethodische Themen über schulorganisatorische Belange bis hin zu didaktischen Lösungsansätzen für den Unterricht.

Lehrerinnen und Lehrer können dabei Anregungen für die eigene Unterrichts­gestaltung finden und mit den Referent/-innen über neue Konzepte und Modell­projekte diskutieren. Die Themen reichen 2022 von Demokratieerziehung bis Digitalisierung in der Schule, von Lernforschung,  Methoden und Konzepten bis hin zu Lehrergesundheit und professionellem Selbstverständnis. 

Sie finden das Forum Unterrichtspraxis 2022 auf der Leipziger Buchmesse in Halle 2, Stand A301. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Forum Unterrichtspraxis ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Programm

17. März 2022

Meet a Jew: Ein Begegnungsprojekt für Schulen

Donnerstag, 17. März 2022, 11.00 bis 11.50 Uhr

Mit „Meet-a-Jew“, einem bundesweiten Begegnungsprojekt, bietet der Zentralrat der Juden in Deutschland u. a. in Schulen die Möglichkeit, jüdisches Leben heute und dessen Vielfalt aus erster Hand kennenzulernen. Durch den persönlichen Austausch auf Augenhöhe mit jüdischen Freiwilligen haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu allen Aspekten der jüdischen Lebenswirklichkeit zu stellen. Die Begegnungen können Vorurteilen vorbeugen und Stereotype aufbrechen. Für die Begegnungen stellt der Zentralrat der Juden Vor- und Nachbereitungsmaterialien für Lehrkräfte zur Verfügung.

Als Hilfestellung zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur jenseits einer persönlichen Begegnung haben der Zentralrat der Juden und die Kultusministerkonferenz eine gemeinsame Erklärung und eine Webseite mit empfehlenswerten didaktischen Materialien erstellt, die hier ebenfalls vorgestellt werden sollen.

Shila Erlbaum M.A.
ist seit 2004 Kultus- und Bildungsreferentin beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören der jüdische Religionsunterricht und die Darstellung des Judentums in Schule und Bildungsmaterialien. In diesem Rahmen veröffentlichte sie u. a. das Lehrbuch „‘Lehre mich, Ewiger, Deinen Weg‘ – Ethik im Judentum“ und „Wie wollen Jüdinnen und Juden im evangelischen und katholischen Religionsunterricht thematisiert werden?“, in: Jahrbuch der Religionspädagogik, JRP 36, S. 129-136.

Marat Schlafstein
Seit 2012 ist Marat Schlafstein Referent für Jugend und Gemeinden im Zentralrat der Juden in Deutschland. Neben der Arbeit mit den Gemeinden sowie Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Studierenden ist er als Projektleiter verantwortlich für das Begegnungsprojekt des Zentralrats „Meet a Jew“ und für die Organisation der „Jewrovision“, der größten jährlichen jüdischen Veranstaltung in Deutschland. 2010-2012 war er als Leiter der Jugendabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern tätig. Marat Schlafstein ist seit rund 20 Jahren in diversen Rollen aktiv in der Jugendarbeit der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland sowie in diversen Jugendzentren der Jüdischen Gemeinden und jüdischen Organisationen. 

Wenn Texte im Fremdsprachenunterricht fast zu reden beginnen – Textarbeit mit multimedialen Elementen „selbstgemacht“

Donnerstag, 17. März 2022, 12.00 bis 12.50 Uhr

Der Einsatz von Texten im Unterricht, insbesondere zur Stärkung des Aktualitätsaspekts, ist keine neue Errungenschaft, doch kann der Texteinsatz weit mehr als nur eine Kompetenz fördern und es lassen sich aus ihm weit mehr als nur Fragen zum Text generieren.

Die Veranstaltung will aufzeigen, welches umfangreiche Kompetenzrepertoire auf den unterschiedlichen Schulstufen und -arten mit verschiedenen Textquellen trainiert werden kann und wie aus einem Text in relativ kurzer Zeit eine H5P-Übung generiert werden kann, die, integriert in aktuelle Lern-Management-Systeme (LMS) der einzelnen Bundesländer, z. B. Lernsax oder Schulcloud, individuelles Schülerfeedback liefert.

Dr. Mario Oesterreicher
Akademischer Direktor Sprachenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Leiter der Abteilung Fremdsprachenausbildung Nürnberg
1. Vorsitzender des Verbands Englisch & Mehrsprachigkeit (E&M)
Co-Sprecher des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen (GMF)

Digitales Lesen. Perspektiven für die Unterrichtspraxis

Donnerstag, 17. März 2022, 13.00 bis 13.50 Uhr

Jugendliche lesen fast nur noch „digital“. Das bietet viele Chancen für den Unterricht, birgt aber auch neue Herausforderungen. Denn digitale Texte sind anders und sie sind anders zu lesen. Wollen Schülerinnen und Schüler digitale Texte erschließen und einschätzen, benötigen sie Fachwissen und spezifische Kompetenzen. Für den Unterricht im Fach Deutsch, in den Fremdsprachen, aber auch in anderen Fächern stellen sich dabei folgende Fragen:

  • Wie können Jugendliche lernen, digitale Texte differenziert wahrzunehmen und zu verarbeiten?
  • Welches Wissen und welche Werkzeuge brauchen sie dazu?
  • Und wie kann im Unterricht das kritische und selbstständige digitale Lesen gefördert werden?

Die Referenten geben Einblicke in Ergebnisse der aktuellen Leseforschung, stellen verschiedene Facetten des Lesens in digitalen Medien dar und zeigen an konkreten Beispielen, wie eine Förderung „digitalen Lesens“ im Unterricht aussehen kann.

Prof. Dr. Tilman von Brand
lehrt als Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Rostock mit den Arbeitsschwerpunkten Literaturdidaktik, Individualisierung/Differenzierung/Inklusion und Methodik des Deutschunterrichts. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift PRAXIS DEUTSCH und Autor der Fachdidaktik „Deutsch unterrichten“.

Dr. Gerhard Eikenbusch
liest und schreibt digital und analog. Er war Lehrer für Deutsch und Erziehungswissenschaft, Schulleiter, Lehrerfortbildner, Schulentwickler und hat bei der Erarbeitung von Lehrplänen und Bildungsmedien mitgearbeitet. Zudem hat er Romane (auch für Jugendliche) veröffentlicht.

Unterricht ist Beziehungssache

Donnerstag, 17. März 2022, 14.00 bis 14.50 Uhr

Ob die Klasse beim Lernen gut vorankommt, ob Lehrerinnen und Lehrer auch nach Jahrzehnten noch gerne unterrichten, das hängt ganz wesentlich von der Qualität der Lehrer-Schüler-Beziehung ab. Michael Felten klärt die Grundfragen - und gibt konkrete Anregungen: Warum ist die Beziehungsebene so wichtig? Was macht 'gute' Beziehung aus? Wie komme ich dahin?

Michael Felten
Lehrer und Publizist, freier Schulentwicklungsberater, Köln, http://www.eltern-lehrer-fragen.de/


Am Donnerstag, den 17. März 2022, findet von 15.00 bis 17.00 Uhr auf dem Forum Unterrichtspraxis die Preisverleihung "Schulbuch des Jahres 2022" statt. Alle Informationen dazu finden Sie auf der Website des Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung: www.gei.de


18. März 2022

Visualisierungen im Unterricht. Grundlegende Techniken der Visual Facilitation und des Sketchnoting

Freitag, 18. März 2022, 11.00 bis 11.50 Uhr

Visualisierungen sind sowohl Türöffner in die Welt des Wissens als auch Anker und Orientierungspunkt für den Lernprozess. Sie stellen immer eine Form der Reduktion dar und können von jedem/jeder gelernt werden: von den Schülerinnen und Schülern sowie von der Lehrkraft. Die Referentinnen stellen Beispiele eines „Werkzeugkoffers“ vor, mit dem die vielseitige Nutzung von Visualisierungen im Unterricht gelingt und Lernen gehirngerecht und nachhaltig gestaltet werden kann. Mit Stift und Tablet präsentieren Judith Hilmes und Nicole Troué grundlegende Kenntnisse über den Aufbau von Visualisierungen und deren Einsatzmöglichkeiten in der Bildungsarbeit und in der Schule.

Judith Hilmes
ist Bildungsmanagerin an einer Akademie und in einem Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung. Sie hat 20 Jahre Berufserfahrung sowohl in der Schule, in der Lehrerausbildung und in der Begleitung von Studierenden. Im Rahmen des Masterstudiums Bildungsmanagement hat sie sich zum ersten Mal mit der Thematik Visual Facilitation beschäftigt. Die Begeisterung an diesem Thema vermittelt sie seitdem an Lehrkräfte.

Nicole Troué
ist Schulleiterin an einer Oberschule. Sie hat über 20 Jahre Berufserfahrung in der Schule und ist in der Erwachsenenbildung tätig. Das Visualisieren wendet sie sowohl im Unterricht als auch als Trainerin für Lehrkräfte und Schulleitungsmitglieder an. Für sie ist das Visualisieren durch die Ganzheitlichkeit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ein wichtiges Element für die Schule der Zukunft.

Das Ende der Normalität: Sieben Handlungsoptionen für die Schule der Zukunft

Freitag, 18. März 2022, 12.00 bis 12.50 Uhr

Unser traditionelles Modell des Schulveranstaltens ist längst an seine Grenzen gekommen und bereitet Heranwachsende nur unzureichend für das Leben in einer Welt wachsender Herausforderungen vor. Um die junge Generation wirkungsvoll darin zu unterstützen, mit Unsicherheit und Komplexität proaktiv umzugehen, und sie zu befähigen, in ihrem Bereich Zukunft aktiv zu gestalten, benötigen wir Schulen, die zu faszinierenden Orten begeisternden Lehrens, Lernens, Forschens und Begegnens werden. Nicht  „Rückkehr zur Normalität“ ist nach Corona gefragt, sondern eine Neuerfindung von Schule, die junge Menschen befähigt, einen Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt zu leisten.

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow
lehrt Allgemeine Pädagogik an der Universität Kassel und ist Autor zahlreicher Fachbücher zu Pädagogik, Organisationsentwicklung und Kreativitätsforschung (zuletzt „#Schule der Zukunft. Sieben Handlungsoptionen“, 2021). Er berät Bildungseinrichtungen im In- und Ausland, aber auch DAX-Unternehmen in Change-Prozessen (www.olaf-axel-burow.de).

Gerechte Schule. Vorurteilsbewusste Schulentwicklung mit dem Anti-Bias-Ansatz

Freitag, 18. März 2022, 13.00 bis 13.50 Uhr

Rita Panesar bietet diskriminierungsspezifische Reflexions- und Handlungsimpulse, die die Schule als Gesamtsystem in den Blick nehmen. Auf Grundlage eines umfangreichen Erfahrungsschatzes und aktueller Forschungsergebnisse werden Strategien auf Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklungsebene beschrieben. Diese Strategien ermöglichen durch gemeinsames Nachdenken und Handeln, ausgrenzendes Verhalten zu erkennen und Bildungsbarrieren abzubauen. Konkrete Hilfestellungen zum Umgang mit institutionellem Widerstand, Methoden des Veränderungsmanagements und der Anti-Bias-Arbeit unterstützen das praktische Handeln im schulischen Alltag.

Dr. Rita Panesar
ist gestaltorientierte und systemische Organisationsberaterin mit den Schwerpunkten Diversität, Bildung und Arbeitsmarkt. Die Historikerin und Religionswissenschaftlerin unterstützt Schulen, Unternehmen, Kultureinrichtungen und soziale Projekte im Abbau von Barrieren. Bei der Hamburger Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung leitet sie gemeinsam mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung eine zweijährige berufsbegleitende Qualifizierung für diversitätsbewusste Schulentwicklung.

Neue Lesezugänge schaffen: mit leseleichten Lektüren, Comics & Co.

Freitag, 18. März 2022, 14.00 bis 14.50 Uhr

Viele Illustrationen, die Nähe zu beliebten Medien der Zielgruppe, ein besonders lesefreundliches Layout: Das alles erleichtert Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Welt der Bücher und Geschichten. Im Rahmen des Vortrags werden aktuelle Comics, Comicromane und spezielle Reihen für alle, die (noch) nicht gerne lesen, vorgestellt und mit konkreten Aktionsideen verknüpft.

Christine Kranz
ist seit über 30 Jahren als Referentin für Leseförderung tätig und bietet in diesem Zusammenhang zahlreiche Fortbildungen zur Praxis der Leseförderung für Pädagog/-innen, den Bibliotheksbereich und ehrenamtlich Engagierte an. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf dem aktuellen Kinder- und Jugendbuchmarkt, kreativen (Vor)leseaktionen für unterschiedliche Zielgruppen und digitalen Angeboten.

Selbstfürsorge für Lehrkräfte – Wie Lehrkräfte ihre Kränkungsknöpfe abstellen und Kraftquellen entdecken können

Freitag, 18. März 2022, 15.00 bis 15.50 Uhr

Thomas Wissing ist Kognitiver Verhaltenstherapeut und hat in den letzten zehn Jahren in einer privaten Akutklinik unter anderem mit vielen Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen gearbeitet. Seine Profession ermöglicht es ihm zu erkennen, wo Lehrkräfte Beratung und Unterstützung benötigen, welchen Problemen und Herausforderungen sie sich täglich stellen müssen und wie komplex das System ist, in dem sie arbeiten. Neben seiner Tätigkeit als Therapeut und Coach arbeitet Thomas Wissing in der Lehrerfortbildung und hat dort zahlreiche Workshops, Vorträge und Reden gehalten. Zu seinen Themengebieten zählten Gelassenheit, Resilienz für Schulleitungen, Schlagfertigkeit, Sekundäre Traumatisierung und Emotionsmanagement für Lehrkräfte.

Thomas Wissing
Therapeut und Coach; Lehrerfortbildung

BILDUNGSLOGIN: Mit zwei Klicks die ganze Bandbreite digitaler Bildungsmedien nutzen

Freitag, 18. März 2022, 16.00 bis 17.00 Uhr

Die Bildungsmedienverlage bieten eine Vielzahl digitaler Lehr- und Lernmedien für den Unterricht in der Schule und das Lernen zu Hause an. Doch die Verwaltung der Lizenzen und der Zugriff auf unterschiedliche Medien mit verschiedenen Benutzernamen und Passwörtern stellt Lehrkräfte und Schüler/-innen, Eltern und Schuladmins vor große Herausforderungen. BILDUNGSLOGIN (www.bildungslogin.de) löst diese Probleme und kann über seine offenen Schnittstellen in alle führenden öffentlichen und privaten Schulverwaltungs- und Lernmanagementsysteme eingebunden werden. Mit nur zwei Klicks können digitale Bildungsmedien dann einfach und sicher genutzt werden.

Patrick Neiss, Projektleiter BILDUNGSLOGIN, berichtet aus den Erfahrungen mit Pilotschulen, deren Trägern, Verlagen und Entwicklern.


19. März 2022

Neugierde für Informatik wecken – Ideen für die anschauliche Vermittlung von Informatikkonzepten an Kinder und Jugendliche

Samstag, 19. März 2022, 11.00 bis 11.50 Uhr

Kinder wachsen in einer stark digitalisierten Welt auf, dies führt jedoch nicht automatisch zu einem tieferen Verständnis, wie diese Medien funktionieren. Wie kann man Kindern altersgerecht erklären, was ein Algorithmus ist und wie Künstliche Intelligenz funktioniert? Im Vortrag werden beispielhaft Methoden zum analogen Begreifen wichtiger Informatikkonzepte vorgestellt sowie die Verzahnung dieser mit digitalen Inhalten illustriert.

Katharina Weitz
absolvierte eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin und war mehrere Jahre in diesem Beruf tätig, bevor sie an der Universität Bamberg Informatik und Psychologie studierte. Seit Oktober 2018 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Menschzentrierte Künstliche Intelligenz der Universität Augsburg. Hier forscht sie an Möglichkeiten, der KI in den „Kopf“ zu schauen und zu erklären, wie solche Systeme zu ihren Entscheidungen gelangen. Damit die gewonnenen Forschungserkenntnisse eine breite Öffentlichkeit erreichen, hat sie neben Science Slams, Vorträgen und Workshops bereits mehrere Bücher veröffentlicht, in denen sie anschaulich und spielerisch grundlegendes Wissen über Informatik und KI an Jung und Alt vermittelt. Für dieses Engagement wurde sie 2020 mit dem GI Junior-Fellowship der Gesellschaft für Informatik ausgezeichnet.

Leistungsfähig statt ausgebrannt – Ideen für einen achtsameren Umgang mit sich selbst

Samstag, 19. März 2022, 12.00 bis 12.50 Uhr

Körperliches und seelisches Wohlbefinden ist gerade für Lehrerinnen und Lehrer eine Frage der Eigenverantwortung mit Vorbildfunktion. Doch immer häufiger geht die Balance zwischen Belastung und Belastbarkeit verloren.

Der Vortrag zeigt mit einprägsamen medizinischen Erklärungen und umsetzbaren Anregungen für den Schulalltag, wie gesundheitliche Risiko- und Schutzfaktoren täglich beeinflusst werden können. Es geht vor allem um unsere persönlichen Ressourcen, die wir den Stressoren entgegensetzen können. Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, aber auch die individuelle Regenerations- und Widerstandsfähigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Viele praktische Beispiele liefern Impulse zur Selbstreflexion und ermöglichen eine aktuelle Standortbestimmung.

Petra Eisenbichler
Dipl. Sportwissenschaftlerin univ.

Mit Schüler*innen über Diskriminierung und Rassismus sprechen

Samstag, 19. März 2022, 13.00 bis 13.50 Uhr

Viele Lehrkräfte möchten in ihren Schulklassen die sensiblen Themen Diskriminierung und Rassismus aufgreifen, aber wissen nicht, wie sie das Ganze angehen sollen. Dieser Vortrag zeigt auf, wie Sie anhand von Geschichten aus der Lebenswelt der Kinder anschaulich und ungezwungen Unterrichtsstunden rund um Vielfalt, Toleranz und Offenheit gestalten und mit den Kindern ins Gespräch kommen können.

Anna Lena Lutz
Grundschullehrerin, Bloggerin (Colorful Classroom)

Fast Fashion und Modekonsum – Probleme und Lösungsansätze im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Samstag, 19. März 2022, 14.00 bis 14.50 Uhr

Fast Fashion begegnet Jugendlichen alltäglich bei ihrem Modekonsum. Daher sind die ökologischen und sozialen Probleme entlang globaler Lieferketten bewusst zu machen. Vor allem aber gilt es, Lösungsansätze im Zusammenhang mit einer Slow Fashion aufzuzeigen, die mit einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umdenken einhergehen. Der Vortrag gibt Anregungen, wie das Thema im fächerverbindenden Unterricht als Beitrag zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann.

Prof. Dr. Christiane Meyer
Leibniz Universität Hannover, Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Didaktik der Geographie

Wege zu Achtsamkeit und Mitgefühl in der Schule

Samstag, 19. März 2022, 15.00 bis 15.50 Uhr

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen in Familie und Schule ist oft eng getaktet und stark von der Nutzung digitaler Medien geprägt. Diese Umstände lassen meist wenig Freiraum für entspannte, bewusst erlebte Elemente. Achtsame Übungen, die auch spielerische Elemente einbinden, können hierzu einen wichtigen Gegenpol setzen. Regelmäßig praktiziert, wirken sie sich positiv auf das physische und psychische Wohlbefinden und die emotionale Stabilität von Kindern, Eltern und Pädagog:innen aus, was verschiedenste Forschungsergebnisse belegen. Anknüpfend an den aktuellen Forschungsstand stellen Susanne Dannhorn und Amaya Santos Contreras Übungen für Schule und Elternhaus vor, die die Fähigkeit fördern, sich ganz im Hier & Jetzt zu verankern und so gelassener mit Stress und Anforderungen umzugehen. Entstanden sind die Ideen und Übungen u. a. im Rahmen des von Dr. Nils Altner geleiteten Landesmodellprojekts zur Förderung von Gesundheit, Integration und Konzentration in der Schule.

Susanne Dannhorn und Amaya Santos Contreras
Fach- und Kernseminarleiterinnen am Zentrum für schulische Lehrerausbildung – Seminar Grundschule in Duisburg – sind zertifizierte Referentinnen für achtsamkeitsbasierte Lehrerinnenbildung (AVE). Sie haben die GAMMA-Multiplikatorinnen-Weiterbildung bei Dr. Nils Altner absolviert und geben Fortbildungen zum Thema „Lehrer:innengesundheit und Achtsamkeit“. Außerdem bringen sie das Thema „Achtsamkeit“ in ihren Unterricht sowie in ihre Seminare mit angehenden Lehrkräften ein.


20. März 2022

Sprache wirkt. Rhetorik für Lehrkräfte

Sonntag, 20. März 2022, 11.00 bis 11.50 Uhr

Ob vor der Klasse, vor dem Lehrerkollegium, am Elternabend oder als Fortbildner – mit diesem rhetorischen Handwerkszeug werden Sie in der Lage sein, Menschen für Ihr Anliegen zu begeistern. Sie erfahren, wie Sie Ihren Unterricht, Ihre Vorträge, Ihre Präsentationen so aufbereiten, dass Ihnen die Menschen gerne zuhören.

Im Seminar erfahren Sie

  • wie Sie so sprechen, dass Ihre Zuhörer an Ihren Lippen kleben
  • wie Sie Ihre Nervosität senken können
  • die drei körpersprachlichen Parameter, die Ihren Worten mehr Gewicht verleihen
  • wie Sie Sicherheit ausstrahlen, obwohl Sie sich vielleicht nicht immer danach fühlen
  • wie Sie in Bildern sprechen
  • wie Sie Medien professionell einsetzen
  • wie Sie als Lehrerpersönlichkeit ernst genommen werden.

Thomas Burger
Sprachwissenschaftler, Rhetoriktrainer, Gymnasiallehrer

Das Anti-Laut-Programm – Mit der Klasse zu mehr Ruhe, Struktur und Disziplin

Sonntag, 20. März 2022, 12.00 bis 12.50 Uhr

Lärmampeln, Kopfhörer und Schallschutzelemente für Decken und Wände – gegen den Lärm im Klassenzimmer gibt es zahlreiche mehr oder weniger clevere Produkte. Doch keines davon packt das „Übel“ an der Wurzel, alle bekämpfen nur die Symptome. Ganz anders das praxiserprobte, ganzheitliche und absolut nachhaltige „Anti-Laut-Programm“: Es hilft, den Ursachen von Unruhe und Lärm in der Klasse auf den Grund zu gehen und mit Hilfe eines gezielten und ressourcenorientierten Regeltrainings nach und nach eine lernförderliche Lautstärke im Unterricht zu etablieren. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über das Regeltraining im Anti-Laut-Programm sowie Hinweise und Tipps für schnell umsetzbare Maßnahmen im Unterrichtsalltag.

Eva Blum
Systemische Supervisorin und Schulklassencoach, Pädagogische Beraterin

Dr. Hans Joachim Blum
Dipl. Päd. und Realschulrektor i. R.

Medienbildung und digitale Bildung – blinder Aktionismus oder sinnvolle Veränderungen

Sonntag, 20. März 2022, 13.00 bis 13.50 Uhr

Die Integration von Medienbildung und digitaler Bildung in den schulischen Alltag nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Die häufig zu beobachtende Überforderung beteiligter Akteure zeigt jedoch, dass an vielen Stellen Diskussions- und Fortbildungsbedarf existiert. Florian Nuxoll stellt Irrwege und gelungene Beispiele aus der Unterrichtspraxis vor.

Florian Nuxoll
Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen

Alles Spinner oder was? Wie Sie mit Verschwörungsgläubigen gelassener umgehen

Sonntag, 20. März 2022, 14.00 bis 14.50 Uhr

Nicht erst während der Coronapandemie haben Verschwörungsmythen aufgrund einer immer herausfordernderen, unüberschaubareren und schnelleren Welt an Bedeutung gewonnen und eine größere Verbreitung erfahren. Fake News und deren Verbreitung über das Internet und die Sozialen Netzwerke haben dazu ihren Teil beigetragen. Auch im schulischen Kontext müssen Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche immer öfter einen konstruktiven und lösungsorientierten Umgang mit Verschwörungsgläubigen finden. Grundlage dafür ist ein verbessertes Verständnis für die dahinter liegenden Überzeugungen und deren Ursprünge. Gleichzeitig geht es um die Frage, wann Glauben, die Suche nach Sinn zu Schwierigkeiten führen kann.

Wie lassen sich Verschwörungsmythen erklären? Welchen psychologischen Hintergrund haben sie? Wie glücken Gespräch, Argumentation und Deeskalation? Und wie gelingt es, mit Glaubens- und Wertevorstellungen keinen Schiffbruch zu erleiden?

Dr. Sarah Pohl
Diplom-Pädagogin, systemische Paar- und Familienberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Leiterin der Zentralen Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen des Landes Baden-Württemberg (ZEBRA/BW) und Autorin (zuletzt mit dem Buch „Spiritueller Schiffbruch? Sich selbst und anderen in Sinnnot helfen“, 2022, und davor mit Isabella Dichtel: „Alles Spinner oder was? Wie Sie mit Verschwörungsgläubigen gelassener umgehen“, 2021)

Leseförderung: Spaß am Lesen durch Erstleseliteratur

Sonntag, 20. März 2022, 15.00 bis 15.50 Uhr

Wie weckt man Begeisterung fürs Lesen? Christian Seltmann ist Kinderbuchautor und Verfasser zahlreicher, mehrfach preisgekrönter Erstlesebücher. Er tourt seit Jahren mit seinen Mitmachlesungen durch Schulen, Bibliotheken und Buchhandlungen und hat während der Pandemie ein kontaktloses Lese- und Schreibprojekt für Grundschüler*innen entwickelt. In dieser interaktiven Veranstaltung stellt er verschiedene Methoden vor und vermittelt, was für ihn wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Leseförderung sind: Begeisterung fürs Lesen wecken, Lesen als Gemeinschaftserlebnis, Lesen für Buch-ferne Kindern spannend machen, Leseförderung mit fast allen Sinnen. Eine Veranstaltung für Lehrer*innen, Bibliothekar*innen, Pädagog*innen und Eltern.

Christian Seltmann
studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in Bochum. Er war Matratzenlieferant, Radiosprecher, Krankenwagenfahrer, Universitätsdozent, Fremdenführer und vieles mehr. Er war Pfadfinder und Messdiener und ein Jahr lang in Spanien. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Coburg und schreibt Kinderbücher. Richtig gerne! Mehr Informationen unter www.christian-seltmann.net

Rückblick: Forum Unterrichtspraxis 2019

  • Dr. Astrid Carolus
  • Sonja Hennig
  • Prof. Dr. Erika Brinkmann
  • Thomas Burger
  • Bastian Alp
  • Prof. Dr. Olaf-Axel Burow
  • Florian Nuxoll
  • Sandra Bülow
  • Carsten Metz / Phedra Treichel

Der Verband Bildungsmedien e. V. veranstaltete das Forum Unterrichtspraxis als ideeller Träger der didacta 2019 gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW und der Medienberatung NRW.

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Fotos

Frederieke Tambaur

Petra Katharina Reinschmidt
Ihre Ansprechpartnerin:
Petra Katharina Reinschmidt

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Telefon: 069 9866976-11 
E-Mail: reinschmidt@bildungsmedien.de

Auf dem Forum Unterrichtspraxis stehen Fragen der Schulpädagogik, neue didaktische Konzepte zur Unterrichtsverbesserung und Best-Practice-Beispiele im Mittelpunkt. Die Teilnahme ist im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

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