8. Reckahner Bildungsgespräche

„Gute Schule - Bestandsaufnahme und Perspektive“, 23. und 24. Mai 2013

„Gute Schule - Bestandsaufnahme und Perspektive“ war das Thema der 8. Reckahner Bildungsgespräche, die der Verband Bildungsmedien e.V. am 23. und 24. Mai 2013 in Reckahn und Potsdam veranstaltete. Rund 60 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Schulpraxis, Lehrerbildung, Politik und Bildungsverlagen diskutierten über die Folgen von Pisa 2000 und die Voraussetzungen gelingenden Lehrens und Lernens.

Schulen sind hochkomplexe soziale Gebilde, die überaus divergierenden gesellschaftlichen und persönlichen Anforderungen genügen sollen: Welche Merkmale weist eine gute Schule aus? Wie kann Schulentwicklung gelingen? Welche Rollen kommen den Akteursgruppen zu? Was soll insbesondere die Schulleitung leisten? Auf dem Eröffnugnspodium erörterten Prof. Dr. Eckhard Klieme (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main) Sylvia Löhrmann (Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW) und Regina Pötke (Vorstand Bildung bei der Roland Berger Stiftung).

Die Befunde der internationalen und nationalen Schulleistungsuntersuchungen haben heftige Diskussionen über die Leistungsfähigkeit unseres gesamten Schul- und Bildungssystems provoziert und eine Vielzahl von Maßnahmen vor allem auf der Ebene der KMK und der 16 Bundesländer ausgelöst. Die Frage, ob unsere Schulen seit PISA 2000 besser geworden seien, betrachteten danach Prof. Dr. Hans Anand Pant (Direktor des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Hans Brügelmann (Fachreferent für Qualitätsentwicklung beim Grundschulverband) und Cornelia von Ilsemann (Senatsdirektorin bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft Bremen und ehemalige Vorsitzende des KMK-Schulausschusses).

Von der theoretischen Erkenntnis, was eine „gute Schule“ ausmacht, bis zur praktischen Umsetzung im Unterricht ist ein weiter Weg, Scheitern nicht ausgeschlossen. Wie gelingt es, an der einzelnen Schule eine „Kultur der Potenzialentfaltung“ in Gang zu setzen und am Laufen zu halten? Wie gelingen Veränderungsprozesse vor Ort? Dem gingen am zweiten Veranstaltungstag OStD Bernhard Gödde (Leiter des Gymnasiums Schloss Neuhaus, Paderborn), Barbara Riekmann (ehemalige Schulleiterin der Max-Brauer-Schule in Hamburg, Schulpreisträgerin 2006) und O. Prof. Dr. Herbert Altrichter (Institut für Pädagogik und Psychologie an der Johannes Kepler Universität Linz) nach.

Abschließend war Bischof Dr. Dr. Wolfgang Huber (Ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland) zu Gast. Im Gespräch mit Wissenschaftsjournalist Peter Kalb erläuterte er unter dem Motto „'Schulaufgaben' - wie ich sie sehe“ die veränderten Anforderungen an Schule in Zeiten von Globalisierung und demografischem Wandel.

Die Reckahner Bildungsgespräche sind eine Veranstaltungsreihe des Verband Bildungsmedien in Kooperation mit der Universität Potsdam, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Dresden. Sie bieten ein Gesprächsforum, auf dem die Ziele der Bildungsreformen und deren Umsetzung konstruktiv hinterfragt und abseits der tagespolitischen Zwänge diskutiert werden. In einer Zeit des tief greifenden Umbruches im Bildungssystem soll der interdisziplinäre Dialog intensiviert werden. Dafür werden Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Bildungspraxis und den Medien eingeladen.

Der Tagungsablauf und die Referenten- und Teilnehmerliste können im Anhang heruntergeladen werden.

„Schule verändert – Leistungskluft bleibt“
titelte Bildungsklick: „Am zweiten Tag der Veranstaltung kamen die Praktiker zur Wort, Schulleiter prämierter Schulen. Bernhard Gödde, der seit fast zwanzig Jahren das Gymnasium Schloss Neuhaus in Paderborn leitet, das 2008 zu den Preisträgern des Deutschen Schulpreises gehörte, sagte immer wieder einen entscheidenden Satz: 'Wir haben Ziele.'"

Lesen Sie den vollständigen Tagungsbericht hier.

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