Freitag, 2. Februar 2018

DigitalPakt#D: Bildungsmedienverlage zählen auf Bund und Länder

Der Verband Bildungsmedien bekräftigt die wichtige Signalwirkung des DigitalPakt#D und der digitalen Strategie der Kultusministerkonferenz. Das digitale Lehren und Lernen muss ein bildungspolitischer Schwerpunkt der neuen Legislaturperiode werden. Deshalb muss der Pakt wesentlicher Bestandteil des Koalitionsvertrages der „GroKo“ werden.

Unter dem Namen DigitalPakt#D hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka schon im Herbst 2016 in Aussicht gestellt, dass der Bund finanzielle Unterstützung hinsichtlich der technischen Ausstattung mit Geräten und W-LAN leistet. Aus Sicht der deutschen Bildungsmedienverlage wäre dies ein wichtiger und notwendiger Impuls, der untrennbar auch mit der digitalen Strategie der Kultusministerkonferenz verbunden ist. Diese sieht die verbindliche Implementierung von digitalen Medien als Unterrichtsgegenstand und Lehrmethode in allen Ländern vor.

Digitale Strategie für die Schulen

Die Schulen in Deutschland – von den Grundschulen über die Allgemeinbildung bis hin zu den beruflichen Schulen – sind seit Jahren unterfinanziert. Ohne die nötige personelle, strukturelle und finanzielle Versorgung durch die Kommunen und Länder können sie ihrem Auftrag, individuelle Bildungschancen für alle Schüler/-innen zu eröffnen, immer schlechter gerecht werden.

Die Chancen, die insbesondere digitale Lehr- und Lernmedien dabei bieten können, bleiben ungenutzt. Den Anteil digitaler Bildungsmedien am Gesamtumsatz der Branche hat der Verband Bildungsmedien e. V. für das Jahr 2016 auf nur zwischen 3 und 5 Prozent geschätzt. Hauptgrund dafür ist die mangelnde Ausstattung der Schulen mit technischer Infrastruktur und der ungedeckte Bedarf an Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte zur e-Didaktik.

Taten müssen folgen

Der Verband Bildungsmedien e. V. erwartet, dass den Ankündigungen der „GroKo-Verhandler“ Taten folgen und der DigitalPakt#D im neuen Koalitionsvertrag fest verankert wird. Allerdings muss der Pakt auch Budgets zur Beschaffung digitaler Bildungsmedien vorsehen, denn ohne sie bleibt die neue Infrastruktur pädagogisch wirkungslos.

Mehr über die politischen Forderungen der deutschen Bildungsmedienverlage erfahren Sie in den Positionspapieren des Verband Bildungsmedien e. V.: „Bildung und Digitalisierung“ und „Finanzierung“.

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