Montag, 18. September 2017

Bildungsausgaben noch immer zu niedrig

Deutschland braucht keine konstanten, sondern steigende Bildungsetats. Anders kann das digital gestützte Lehren und Lernen in Schulen und Instituten der Erwachsenenbildung nicht finanziert werden. Das erklärt der Verband Bildungsmedien mit Blick auf den Bericht „Bildung und Forschung in Zahlen 2017“.

2008 hatten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident/-innen der Länder vereinbart, bis 2015 10 % des Bruttoinlandprodukts für Bildung und Forschung aufzuwenden. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung in seiner Publikation „Bildung und Forschung in Zahlen 2017“ zeigt, wurden 2015 nur 9,1 % des BIP für Bildung, Forschung und Wissenschaft aufgewendet. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2015 bei 3.026 Milliarden Euro. 

Ambitionierter Steigerungspfad

Die deutschen Bildungsmedienverlage fordern eine nachhaltige und ausgewogene Bildungsfinanzierung, die nicht länger unter dem OECD-Durchschnitt bleibt. Sie halten es darüber hinaus für denkbar, dass die Politik sich auf einen ambitionierten Steigerungspfad verpflichtet, der den Anteil der Bildungsausgaben an allen öffentlichen Ausgaben von derzeit rund zehn Prozent auf bis zu 15 Prozent anhebt.  

Dies würde den wachsenden Stellenwert zum Ausdruck bringen, der Bildung beizumessen ist. Zugleich wäre sichergestellt, dass die erheblichen Ausgaben für die Entwicklung, Verbreitung und stetige Verbesserung digitaler Angebote nicht mit bestehenden Bildungsetats verrechnet, sondern durch echte Zusatzbudgets gedeckt werden.

Mehr über die politischen Forderungen der deutschen Bildungsmedienverlage erfahren Sie im Positionspapier „Finanzierung“ des Verband Bildungsmedien e. V.

 

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